Birgit Heinig

Das ist doch der ideale Mix: sonntags ganz in Ruhe einkaufen und im Straßen-Café in der Sonne sitzen zu können, etwas über die Ahnen zu erfahren und die Kinder sind auch beschäftigt.

So geschehen am verkaufsoffenen Sonntag mit Kinderolympiade im Straßenkreuz und „Keltentag“ im Franziskanermuseum. Das Wetterglück war den Villinger Einzelhändlern, Vereinen und Organisationen sowie dem Museum einmal mehr hold. Schon zur Mittagszeit füllten sich die Innenstadt und der Komödiengarten des Franziskaners. Bei strahlendem Sonnenschein und lauen Temperaturen genossen die Menschen einen erlebnisreichen Sonntag.

Die Kinder von vier bis 13 Jahren holten sich auf dem Latschariplatz eine Laufkarte und begaben sich auf einen olympischen Parcours mit Seilspringen, Dosenwerfen, Instrumenteraten, Torwandschießen und vielen anderen Herausforderungen mehr. Dabei waren Ausdauer und Geschicklichkeit gefragt. Wer dazu noch Mut und Kraft hatte, der begab sich auf den „Snake-Tree“, dem zwölf Meter hohen Kletterbalken der Evangelischen Jugend. Relevant für einen der zu gewinnenden Preise, gestiftet vom örtlichen Einzelhandel, war diese „Mutprobe“ freilich nicht. Nach Auswertung der Laufkarten werden die Preisträger, die Besten in drei Alterskategorien, in den nächsten Wochen schriftlich benachrichtigt, kündigte Rainer Böck vom veranstaltenden Gewerbeverband Oberzentrum (GVO) an.

Zum vierten Mal nutzte das Franziskanermuseum den verkaufsoffenen Sonntag als Termin für den „Keltentag“. Den freien Eintritt nutzten alle, die schon immer einmal wissen wollten, wie die Menschen rund tausend Jahre vor Christi Geburt gelebt haben. Die Mitglieder der Living-History-Gruppe „Carnyx“ aus Rottenburg am Neckar haben sich die authentische und durch Quellen gestützte Geschichtsdarstellung der keltischen Zeit zu Eigen gemacht und konnten dazu auch alle Fragen beantworten. Zudem durfte man ihnen bei der Herstellung von Ausrüstung und Bewaffnung keltischer Krieger sowie Tracht und Schmuck der Frauen in jener Zeit zuschauen oder sogar selbst Hand anlegen. Im musealen Angebot waren auch kostenlose Führungen durch die Abteilung mit den Funden aus dem Fürstengrab auf dem Magdalenenberg.

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