Ulf Millauer (links), Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten sowie Baubürgermeister Detlev Bührer stellen das
Ulf Millauer (links), Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten sowie Baubürgermeister Detlev Bührer stellen das Straßenbau- und Sanierungsprogramm für 2019 vor. (Foto: Eich)
Marc Eich

Die Verantwortlichen sind sich einig: Der Nachholbedarf im Bereich der Straßensanierungen ist immens. Um dieser Lage Herr zu werden, stehen dieses Jahr nicht nur umfangreiche Tiefbaumaßnahmen an. Auch der Dünnschichtasphalt soll zum Tragen kommen.

Was steht dieses Jahr alles an? Wie sieht die weitere Planung aus? Und kann die Situation bei den durchlöcherten Straßenbelägen schnell verbessert werden? Über all dies informierten Baubürgermeister Detlev Bührer und Ulf Millauer, Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten, in einem Pressegespräch. Ein Maßnahmenpaket mit 60 größere Tiefbau- und Straßenbaumaßnahmen der Stadt mit einem Gesamtvolumen von über zehn Millionen Euro, 30 Maßnahmen der Stadtwerke VS (Gas-, Wasserund Fernwärmeleitungen) und Arbeiten des Zweckverbandes Breitbandversorgung sowie der Bodensee-Wasserversorgung sind dieses Jahr auf dem Plan.

In Villingen steht unter anderem die Wieselsbergstraße im Fokus. Dort werden Geh- und Radwege um- sowie neu gebaut und der Fahrbahnbelag teilweise erneuert. Ab Juli sei die Kreuzung Wieselsbergstaße dicht. Dann trifft die Maßnahme auf die Sanierung der Goldenbühlstraße, die dieses Jahr bis zum November abgeschlossen sein soll. Die Baustelle in der Waldstraße wird im Juni ein Ende finden. Die Kreuzung zur Richthofenstraße möchte die Stadt erst später modernisieren. Dies hinge damit zusammen, dass die sanierungsbedürftige Brücke in der Peterzeller Straße erst 2021 neu gebaut werden kann – somit könne auf der Umleitungsstrecke für den Schwerlastverkehr keine Baustelle eingerichtet werden. In der Innenstadt beginnt nach der Fasnet die Umgestaltung der Rietstraße, als Ende ist hier November angepeilt. Zudem wird die Sanierung der Niederwiesenstraße fortgesetzt (Mai bis November), dies erfordere eine Umleitung über Marbach.

In Schwenningen findet die Sanierung des Marktplatzes dieses Jahr ein Ende (bis November), in der Lichtensteinstraße steht eine Kanalsanierung an (Februar bis November) und der Bahnübergang in der Straße Rammelswiesen wird im April saniert. Zudem beginnt im August der Bau der neuen Verbindungsstraße zwischen B 523 und dem Industriegebiet Ost. Die Neugestaltung des Muslenplatzes wurde auf 2020 verschoben.

In den Ortsteilen steht in Rietheim die Sanierung der Pfaffenweilerstraße und der Oswald-Meder-Straße sowie der Neubau des Radwegs von Marbach nach Brigachtal (ab Juli) an. Gemeinsam mit dem Landratsamt wird die Straße „Zur Zolltafel“ (Weilersbach) verbreitert und erneuert. Der Baubeginn steht noch nicht fest.

Dünnschichtasphalt

Das „Kind von Jürgen Roth“, wie es Bührer nannte, soll dieses Jahr eine besondere Beachtung finden. Stichwort Dünnschichtasphalt. Denn erstmals sollen 2019 über den Nachtragshaushalt Mittel bereitgestellt werden, die nur für den Austausch der reinen Straßenoberfläche gedacht sind. „Damit erreichen wir viele Betroffene, das wird ein erheblicher Mehrwert für die Bürgerschaft“, betont Bührer. Zu dieser neuen Methode, bei der die TDVS die Vorarbeiten durchführen wird und eine Fachfirma die weitere Ausführung übernimmt, laufen derzeit die Planungen. Ziel sei es, dieses Jahr insgesamt zehn Straßen mit dieser Methode zu verbessern. Zumindest für die nächsten vier bis acht Jahre. Bisher sei die Niedereschacher Straße (Obereschach), Pfaffenweiler Straße (Rietheim), Tannheimer Straße (Pfaffenweiler), die Peterzeller Straße und die Weiherstraße (Villingen) geplant. Laut Millauer seien zunächst mehr Kilometer in Schwenningen angedacht.

Weitere Planung

Derzeit ist die Stadtverwaltung dabei, die Zustandsbewertung für das Hauptstraßennetz durchzuführen. „Dann können wir benennen, wie viel Geld benötigt wird“, erklärt Amtsleiter Ulf Millauer. Das Ziel sei es außerdem, eine Prioritätenliste mit der Gesamtbewertung zusammenzustellen – somit sei für alle ersichtlich, wo dringender Handlungsbedarf besteht. Für Millauer ist aber klar: „Der Nachholbedarf ist immens!“ Man wolle deshalb, auch mit dem Dünnschichtasphalt-Verfahren, eine „wesentliche Verbesserung erreichen“. In diesem Zusammenhang seien auch die Absprachen mit den Stadtwerken, den Kanalbauern und den Telekommunikationsversorgern elementar. Nur so könne man es schaffen, dass alle Maßnahmen in einem Zug erledigt werden und die Straße nur ein Mal aufgerissen werden muss.

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