2745 Männer und Frauen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos.
2745 Männer und Frauen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. (Foto: sbo)
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Auf dem Arbeitsmarkt in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg brachte der Januar einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um fast ein Viertel gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Quote im Schwarzwald-Baar-Kreis betrug 3,6 Prozent

Das vorangegangene Quartalsende als Kündigungstermin, auslaufende befristete Beschäftigungsverhältnisse sowie die konjunkturelle Eintrübung wirkten sich hier aus, teilt die Agentur für Arbeit mit.

Im Berichtszeitraum gab es kräftige Bewegungen: Es meldeten sich 2745 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos, 1600 unmittelbar aus vorheriger Erwerbstätigkeit. Dem standen 1925 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit gegenüber. Davon nahmen knapp 680 Männer und Frauen eine Beschäftigung auf sowie 380 weitere eine Ausbildung oder Trainingsmaßnahme.

Erleichtert ist Sylvia Scholz, die Chefin der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen, dass „der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember mit plus 9,7 Prozent in 2020 etwas geringer ausgefallen ist als im Vorjahr. Ausgelaufene befristete Verträge und Kündigungen zum Jahresende haben im Wesentlichen zu diesem Anstieg beigetragen. Die Witterungsverhältnisse haben diese Entwicklung kaum beeinflusst“. Damit stieg der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 805 auf mehr als 9100 Personen.

Der Agenturbezirk Rottweil-Villingen-Schwenningen liegt damit bei der Arbeitslosenquote mit plus drei Zehntel auf aktuell 3,2 Prozent weiterhin unter dem Landesschnitt von 3,5 Prozent (plus 0,3). Zum Vergleich: Im Vorjahr waren im Januar in der Region 7375 Arbeitslose gezählt worden, 1730 weniger als jetzt. Die Quote betrug vor Jahresfrist 2,6 Prozent.

Im Januar meldeten Betriebe und Verwaltungen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg dem Arbeitgeber-Service der Agentur Rottweil-Villingen-Schwenningen 1010 Stellenangebote zur Besetzung, knapp 130 weniger als im Vormonat und auch 285 weniger als im Vorjahr. Der Stellenbestand sank auf nur noch 4800, mit einem deutlichen Minus von 1675 Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat.

Im Landkreis Tuttlingen wurden im Januar 2570 Arbeitslose gezählt, 140 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg dort gegenüber Dezember um zwei Zehntel auf 3,2 Prozent. Im Kreis Rottweil stieg die Zahl der Arbeitslosen um 230 auf 2170. Dadurch nahm die Quote um drei Zehntel auf jetzt 2,7 Prozent zu.

Die Arbeitslosigkeit ist im Schwarzwald-Baar-Kreis im Januar um 439 auf 4364 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 847 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 3,6 Prozent, vor einem Jahr im Januar hatte sie sich auf genau drei Prozent belaufen.

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Anstiege gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im Januar von plus 16 Prozent bei 50-Jährigen und Älteren bis plus 40 Prozent bei 15- bis unter 25-Jährigen. Auch der Anteil der ausgewählten Personengruppen am Arbeitslosenbestand ist unterschiedlich groß. Bei der Interpretation der Daten ist zu berücksichtigen, dass Mehrfachzählungen möglich sind, da ein Arbeitsloser in der Regel mehreren der hier abgebildeten Personengruppen angehört. Somit kann die individuelle Situation von Arbeitslosen von der Entwicklung der jeweiligen Personengruppe abweichen.

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