Chef-Betreuer Wolfgang Stegman verlässt zum Saisonende die Wild Wings.
Chef-Betreuer Wolfgang Stegman verlässt zum Saisonende die Wild Wings. (Foto: Wittmann)
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Paukenschlag bei den Wild Wings: Betreuer-Urgestein Wolfgang Stegmann wirft zum Saisonende den Bettel hin, hat gekündigt. „Wolfi“ half bereits als Bub vor 40 Jahren bei der Betreuung der Profimannschaft.

Das Gerücht machte zwar bereits am Sonntag beim Heimspiel gegen Bremerhaven in der Helios-Arena die Runde. Wer es hörte, dachte aber eher an einen Scherz. Denn das Schwenninger Eishockey ohne „Wolfi“ ist kaum vorstellbar. Doch es handelt sich um keinen Neujahrsscherz, Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner bestätigte am Dienstag, dass Stegmann zum Saisonende gekündigt hat.

Seit dem Jahr 2001 ist Stegmann hauptberuflich Chefbetreuer der Wild Wings. Seit 40 Jahren ist der inzwischen 53-Jährige aber schon in Diensten des SERC. Dies teils eben auch ehrenamtlich, denn etliche Jahre arbeitete er auch in seinem gelernten Beruf als Parkettleger. Bereits als Bub half er dem damaligen Betreuer Manfred Wannemacher, der freilich noch immer für die Wild Wings tätig ist. Schlittschuhe schleifen, Ausrüstungen reparieren, die Getränke für die Profis zubereiten, deren Wäsche zu waschen, aber auch die Spielerwohnungen herzurichten, „Wolfi“ stand stets parat. Auch bei den Auswärtsspielen war er der Erste am Stadion, um das Equipment in den Bus zu laden.

Als die Nachricht am Dienstagnachmittag durchsickerte, waren die Profis und auch Stegmann schon zu Hause. Der Nachwuchs trainierte, Eltern der Nachwuchsspieler unterhielten sich, konnten es aber nicht wirklich glauben. Der SERC, die Wild Wings ohne „Wolfi“, wie soll das gehen? Geschäftsführer Sandner wollte sich zu den Hintergründen nicht äußern. Stegmann war gestern zu keiner Stellungnahme zu erreichen. Allerdings ist fraglich, ob sich Stegmann zuletzt noch sehr wertgeschätzt fühlte. Viele Jahre lang hatte er beispielsweise die Aufstellung des Teams bei dem offiziellen Mannschaftsfoto den Fotografen vorgegeben. In dieser Saison war er diesbezüglich nicht mehr aktiv, was er seinerzeit mit „Das werde ich verkraften!“, kommentierte. In dieser Saison gab es bei den Wild Wings schon einige personelle Wechsel: So musste Pressesprecher Kai Blandin, der als Ersatz für Oliver Bauer kam, auch nach der Probezeit wieder gehen. Und auch Tina Fröhlich verließ nach nicht einmal einer Saison die Geschäftsstelle der Wild Wings wieder. Immerhin konnte nun mit Christof Kreuzer ein neuer Sportmanager für die kommende Saison gefunden werden. Zum 1. Februar soll auch ein neuer Presesprecher anfangen.

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