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Die Schwenninger Wild Wings, links Patrick Cannone im Zweikampf mit Christopher Casto (Wolfsburg), gehen am Freitag daheim gegen Augsburg und am Sonntag in Mannheim letztmals in dieser Saison aufs Eis. (Foto: direvi)
Heinz Wittmann

Kehraus bei den Wild Wings: Zum Saisonabschluss der Deutschen Eishockey-Liga empfangen die Schwenninger Kufencracks am Freitag um 19.30 Uhr die Augsburger Panther und gastieren am Sonntag um 14 Uhr bei den Adler Mannheim.

„Wir sind komplett, werden nochmals Vollgas geben, versuchen, die beiden Spiele zu gewinnen“, verspricht SERC-Trainer Niklas Sundblad. Theoretisch können die Wild Wings noch den Vorletzten, Iserlohn Roosters, abfangen. Dazu bräuchten die Schwenninger aber noch sechs Punkte und müssten im Torverhältnis noch neun Treffer aufholen.

Die Gäste aus Augsburg stehen mit 69 Punkten aus 50 Spielen auf dem begehrten zehnten Tabellenplatz und können von diesem auch nicht mehr verdrängt werden. 27 Zähler hat Ligaschlusslicht Schwenninger Wild Wings auf diesen letzten Pre-Play-off-Platz Rückstand.

Die bisherigen Saisonduelle der Neckarstädter mit den bayrischen Schwaben gingen alle verloren: Am 22. September unterlagen die Schwäne daheim Augsburg mit 3:4 nach Penaltyschießen, am 25. Oktober gewannen die Panther daheim 3:2 und am 10. Januar 3:1.

Am Sonntag geht es zum Derby nach Mannheim. Die Adler sind mit 96 Zählern aus 50 Partien Zweiter. Dieser Rang würde nach der Hauptrunde die Qualifikation für die Champions League bedeuten. Allerdings sind die Straubing Tigers mit nur einem Punkt Rückstand der Truppe von Adler-Trainer Pavel Gross auf den Fersen.

Am 20. Oktober landeten die Wild Wings einen 6:1-Heimsieg, am Zweiten Weihnachtsfeiertag siegten die Schwäne ebenfalls daheim gegen Mannheim 2:1. Am 13. Dezember hatte es für den SERC aber eine 0:3-Niederlage in der Kurpfalz gesetzt.

„Wir halten als Mannschaft zusammen, der Kampfgeist war immer, auch zuletzt bei der 1:5-Niederlage am Dienstag in Berlin, da“, sagt Wild-Wings-Verteidiger Benedikt Brückner. Bei der heutigen Partie gegen Augsburg wird auch der langjährige Mannschaftsbetreuer Wolfgang Stegmann verabschiedet. „Wir machen da kein großes Brimborium, das wollte Wolfi auch nicht“, erklärte Wild-Wings-Pressesprecher Krischan Läubin. Laut Sundblad ist ein Nachfolger für Stegmann als Chefbetreuer bereits gefunden.

Der Saisonabschluss findet dann am Freitag, 13. März, ab 18 Uhr in der Helios-Arena statt. Läubin: „18 Uhr wird aufgeschlossen. Ab 18.30 Uhr verabschiedet sich die Mannschaft auf einer Bühne. Es folgt eine Autogrammstunde.“ Bei dieser Saisonabschlussfeier werden auch die blauen Game-Worn-Trikots an die Fans verteilt. Während des Spiels gegen Augsburg können bis zur ersten Drittelpause Lose zum Preis von drei Euro gekauft werden. Im zweiten Drittel werden die Trikots dann verlost.“ Läubin rechnet für die Partie gegen Augsburg mit rund 3500 Zuschauern.

Übrigens mit Torwart Dustin Strahlmeier, Verteidiger Mirko Sacher und Stürmer Daniel Pfaffengut hat Bundestrainer Toni Söderholm gleich drei Schwenninger Akteure im Auge, die für den erweiterten Nationalmannschaftkader und somit für die WM-Vorbereitung infrage kommen. „Ich habe ein entsprechendes Schreiben von Söderholm erhalten“, verriet Sundblad. Dies bedeutet, dass das Trio zumindest zunächst einmal weiter trainieren sollte. Für die Mannschaft gibt es in der kommenden Woche kein Training mehr, wenn diese drei aber weiter im Kader bleiben, werden wir entsprechendes Training für sie organisieren“, so Sundblad. Der Schwenninger Coach geht nicht davon aus, dass ein ausländischer Spieler in Diensten der Wild Wings eine Einladung für eine Nationalmannschaft erhält.

Der junge Michael Boehm, der in Berlin im letzten Drittel zwischen die Pfosten rückte und ohne Gegentor blieb, könnte in der kommenden Saison wieder die Nummer drei im Schwenninger Kasten werden. „Er ist ein guter Junge, aber er wird bei uns nicht die Nummer zwei“, schließt Sundblad den 23-Jährigen als „Back-up“ aus. Die Wild Wings sind auf der Suche nach einer ausländischen Torwart-Nummer eins und einer deutschen Nummer zwei.

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