Wollen so wie am vorletzten Tag des alten Jahres auch im neuen Jahr weiter jubeln: die Schwenninger Wild Wings.
Wollen so wie am vorletzten Tag des alten Jahres auch im neuen Jahr weiter jubeln: die Schwenninger Wild Wings. (Foto: Heinz Wittmann)
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„Der ERC ist wieder da“, sangen die Schwenninger Fans nach dem 3:2-Erfolg nach Verlängerung ihrer Schwäne gegen Straubing. Die Wild Wings schlossen das alte Jahr mit drei Siegen ab.

„Wir haben sehr gutes und schnelles Eishockey gezeigt“, jubelte SERC-Trainer Niklas Sundblad nach dem letzten Spiel seiner Truppe im Kalenderjahr 2019. Hatte es zur Amtsübernahme des Schweden am Neckarursprung zunächst drei Niederlagen in Folge gesetzt, gab es zuletzt drei Siege. Sieben Punkte aus sechs Spielen sind die Ausbeute des neuen Coaches. „Raketenfeuerwerk oder Trainingsfeuerwerk?“, war dann die Frage bei den Wild Wings am letzten Tag des Jahres. „Ich habe gehört, in Villingen ist Feuerwerk ohnehin verboten, also wir werden am Silvestermorgen trainieren“, nahm Sundblad die Frage mit Humor.

Nach der leichten Übungseinheit fuhr aber der Trainer nach Hause nach Bergheim bei Köln. Einige seiner Spieler trafen sich bei Torwart Dustin Strahlmeier, um in Schwenningen Silvester zu feiern. Immerhin, Neujahr war frei. Am Donnerstag bittet Sundblad seine Mannen aber schon wieder zum Training aufs Eis der Helios-Arena. Am Mittag geht es dann per Bus nach Krefeld. Am Freitag, 3. Januar, gastieren die Wild Wings bei den Krefeld Pinguinen. Die haben nach dem vergangenen Spieltag, an dem sie in München klar und deutlich mit 1:6 unterlagen ebenso wie die Wildschwäne 29 Punkte auf ihrem Konto. Der Rückstand zu Platz zehn beträgt 14 Zähler.

Am Sonntag, 5. Januar, 14 Uhr, bestreiten die Wild Wings dann ihr erstes Heimspiel im Jahr 2020. Der Tabellenfünfte, Fischtown Pinguins Bremerhaven, gibt dann am Neckarursprung seine Visitenkarte ab. Die Schwenninger Kufencracks wollen das neue Jahr so erfolgreich beginnen, wie sie das alte beendet haben. „Wenn wir solche Leistungen wie in den letzten drei Spielen bringen, haben wir in jedem Spiel die Chance zu gewinnen“, ist der neue Coach zuversichtlich. Diese Zuversicht hat sich mit dem veränderten System auch auf die Spieler übertragen. „Jede Scheibe wird so schnell wie möglich erobert und dann so schnell wie möglich nach vorne gespielt. Da ist jetzt ein anderes Tempo drin“, vergleicht Mirko Sacher das Eishockey der Wild Wings unter Trainer Paul Thompson und jetzt unter Sundblad. Und natürlich schaue man immer noch auf Platz zehn, „auch wenn das noch ein weiter Weg ist“.

Mit dem Rechtsschützen, der in dieser Saison zum Nationalspieler avancierte, hat übrigens noch niemand bezüglich der kommenden Saison gesprochen. „Ich habe noch nichts gehört, würde aber gerne in Schwenningen bleiben“, so der 28-jährige Abwehrmann Sacher. Nach Informationen unserer Zeitung haben die Wild Wings bezüglich der kommenden Saison aktuell noch gar keine Gespräche geführt. Vor etlichen Wochen war bereits mit Stürmer Troy Bourke für die kommende Saison verlängert worden. Außer dem kanadischen Stürmer Bourke, besitzen lediglich der schwedische Angreifer Andreas Thuresson, der deutsche Stürmer Cedric Schiemenz, der kanadische Verteidiger Dylan Yeo, der deutsche Verteidiger Christopher Fischer sowie der kanadische Stürmer Jamie MacQueen, der diese Spielzeit aber nach seiner Freistellung in Iserlohn verbringt und der in der kommenden Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr in Schwenningen spielen wird, einen Kontrakt für die Saison 2020/21. Sogar bis Ende der Saison 2021/2022 ist Allrounder-Talent Boaz Bassen an die Wild Wings vertraglich gebunden.

Bislang ist Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner bei der Suche nach einem Nachfolger für Sportmanager Jürgen Rumrich noch immer nicht fündig geworden.

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