Gleich zwei neue Spieler gab es für SERC-Trainer Paul Thompson (Mitte): links Verteidiger Colby Robak, rechts Stürmer Jordan Ca
Gleich zwei neue Spieler gab es für SERC-Trainer Paul Thompson (Mitte): links Verteidiger Colby Robak, rechts Stürmer Jordan Caron. (Foto: Heinz Wittmann)
Heinz Wittmann

Die in der Deutschen Eishockey-Liga spielenden Wild Wings hoffen ohne ihren geschassten Topscorer Jamie MacQueen, dafür mit den Neuzugängen Jordan Caron und Colby Robak, auf die Wende. Am Freitag gastieren sie in München, am Sonntag kommt Straubing.

Nach der Freistellung von Top-scorer und Torjäger Jamie MacQueen am Dienstag und der Verpflichtung von Verteidiger Colby Robak noch am selben Tag, haben sich die Schwäne unter der Woche auch noch die Dienste von Jordan Caron, als Ersatz für MacQueen, gesichert.

Der 29-jährige Linksschütze absolvierte in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 insgesamt 20 Partien für die Krefeld Pinguine, bevor er in die KHL nach Novosibirsk wechselte und brachte es dabei auf 21 Scorerpunkte (elf Tore/zehn Assists). Zudem kann Jordan Caron die Erfahrung von 157 NHL-Spielen sowie 261 AHL-Partien aufweisen. „Nach der Freistellung von Jamie MacQueen wollten wir schnell einen Ersatz finden und sind froh, dass uns dies mit Jordan Caron gelungen ist. Er hat seine Fähigkeiten bereits in vielen Top-Ligen unter Beweis gestellt. Gerade seine Leistungen in Krefeld sind bei mir noch in guter Erinnerung. Jordan hat viel Zug zum Tor, kann sich in Zweikämpfen behaupten und vernachlässigt dabei auch nicht die Defensivarbeit“, erklärte Sportmanager Jürgen Rumrich zum Neuzugang.

Der 1,90 Meter große Stürmer wird für die Wild Wings mit der Trikotnummer 57 auflaufen. Sowohl Caron, als auch Robak erhielten laut ihrer eigenen Aussagen in Schwenningen Verträge bis Saisonende und sollen am Wochenende für die Neckarstädter spielen. Damit haben die Wildschwäne alle ihre elf zur Verfügung stehenden Ausländerlizenzen vergeben, sie können somit in dieser Saison nur noch Spieler, die über einen deutschen Pass verfügen, nachverpflichten.

Caron und Robak machten am Donnerstag in der einstündigen Übungseinheit ein fitten und läuferisch guten Eindruck. Robak hatte übrigens in der vergangenen Saison an einer Handverletzung laboriert. Darum konnte er in Finnland nur 29 Spiele bestreiten. „Sowohl Robak als auch Caron hatten zuletzt noch auf Verträge in der KHL spekuliert“, so Thompson.

Für den Tabellenletzten der DEL gibt es ein Hammer-Wochenende: Am Freitag gastiert der SERC um 19.30 Uhr beim Spitzenreiter Red Bull München, am Sonntag gibt der Tabellenzweite Straubing Tigers um 16.30 Uhr seine Visitenkarte in der Helios-Arena ab. München ist mit fantastischen 52 Punkten aus 19 Spielen Erster. Der Vizemeister konnte sich als einziges deutsches Team im Achtelfinale der Champions League durchsetzen. Die Münchener schlugen am Mittwoch in einer Partie mit etlichen Schlägereien Yunost Minsk 6:0, nachdem sie das Hinspiel in Weißrussland bereits mit 3:2 gewonnen hatten. München trifft im Viertelfinale auf Djurgarden Stockholm. Bei den Münchenern zog sich Torhüter Nummer eins, Danny aus den Birken, eine Beinverletzung zu und muss operiert werden, fällt voraussichtlich für fünf bis sechs Wochen aus. Allerdings war auf die Nummer zwei Kevin Reich immer Verlass. Das Hinspiel gegen Red Bull verloren die Wild Wings am 2. Oktober 2:4.

Am Sonntag kommt die Überraschungsmannschaft der Liga, die Straubing Tigers, an den Neckarursprung. Die Niederbayern haben 41 Zähler auf ihrem Konto und damit bereits neun Punkte mehr als der Tabellendritte Adler Mannheim. Die Tigers, die zuletzt fünfmal in Serie siegten, verfügen mit 76 Treffern nicht nur über die beste Offensive der Liga, sie haben mit einer Erfolgsquote von 29,0 Prozent auch das beste Powerplay der Liga. Wobei die Wild Wings mit 24,7 Prozent im Überzahlspiel Rang zwei belegen.

Die besten Scorer der Straubinger sind Michael Connolly mit 22 Punkten (5 Tore/17 Vorlagen) und Jeremy Williams mit 18 Zählern (12 Treffer/6 Beihilfen). Williams mit seinen zwölf Toren ist auch bester Schütze vor MacQueen (elf Tore).

Marcel Kurth ist bei Schwenningen wieder fit, während Andreas Thuresson zwar wieder trainieren konnte, aber noch nicht spielbereit ist. Laut Kolbert rechnet der SERC am Sonntag mit 3500 Zuschauern.

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