Wild Wings verlieren in Ingolstadt: Schmerzhafter Stoß zehn Sekunden vor Schluss

 Die Wild unterliegen knapp mit 1:2 in Ingolstadt.
Die Wild unterliegen knapp mit 1:2 in Ingolstadt. (Foto: Johannes TRAUB / imago images)
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Die Wild Wings unterlagen am Sonntag unglücklich beim ERC Ingolstadt mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:1). Die Panther erzielten zehn Sekunden vor Schluss das Siegtor. SERC-Stürmer Max Görtz ist verletzt.

Beide Kontrahenten hatte ihr erstes Saisonspiel verloren: Ingolstadt unterlag am Freitag beim Aufsteiger Bietigheim mit 4:5. Die Audistädter konnten zwar einen 1:4-Rückstand noch ausgeglichen, am Ende aber nicht punkten. Wenigstens einen Zähler holten die Wings bei ihrem 3:4-Spielverlust nach Verlängerung gegen Bremerhaven. „Wir waren gegen Bremerhaven die bessere Mannschaft. Wir haben ein paar einfache Fehler gemacht, die sind leicht abzustellen. Heute gilt es hier in Ingolstadt Gas zu geben und die drei Punkte mitzunehmen“, sagte Verteidiger Johannes Huß vor Spielbeginn.

Die Wild Wings mussten außer auf den verletzten Stürmer Tylor Spink auch auf den angeschlagenen Angreifer Max Görtz, der gegen Bremerhaven noch zum 3:3 getroffen hatte, verzichten. Görtz hat eine Oberkörperverletzung, muss noch eingehend untersucht werden. Für den Schweden rückte der etatmäßige Verteidiger Maximilian Adam in den Sturm.

Die erste gute Chance der Partie hatten Schwenningen. Daniel Pfaffengut scheiterte aber neuen finnischen Keeper der Schanzer, Karri Rämö. In der vierten Spielminute gingen die Wildschwäne dennoch in Front. Ken André Olimb wurde direkt vor dem gegnerischen Kasten nicht angegriffen. Der Norweger machte es hervorragend wartete lange und netzte gezielt ein. Doch nur eine Zeigerumdrehung weiter kam Ingolstadt zum Ausgleich. Der neue Star-Verteidiger der Panther, David Warsofsky von den Chicago Wolves, hatte abgezogen und Louic-Marc Aubry unhaltbar für SERC-Torwart Joacim Eriksson abgelenkt. Die Panther besaßen dann etwas mehr Spielanteile, und Eriksson musste sich mehrfach auszeichnen. Auf der anderen Seite kam Patrik Lundh frei zum Schuss, der Versuch des Schweden war aber zu harmlos. Im zweiten Drittel legten beide Teams ihr Hauptaugenmerk auf eine gute Defensive. Als Brandon deFazio zwei Strafminuten kassierte, wurden die Wild Wings im Powerplay gefährlich. Olimb zog ab und Niclas Burström hätte die Scheibe beinahe zur neuerlichen Schwenninger Führung abgelenkt. Rämö zeigte einige ganz starke Paraden, so gegen Tyson Spink. Freilich stand auf der anderen Seite Eriksson dem ehemaligen NHL-Keeper mit gutem Stellungsspiel und blitzschnellen Reaktionen in nichts nach. Pfaffengut brachte dann noch ein gutes Zuspiel auf den mitgelaufenen Alexander Karachun, der brachte den Puck aber nicht unter Kontrolle. Glück für den SERC in im Schlussdrittel, ein Schuss von Colton Jobke sprang von einem Pfosten an den anderen aber nicht über die Linie. Dann ein Überzahlspiel für die Panther, Daniel Pietta schoss aber am Schwenninger Kasten vorbei. Glück für die Schwäne: Ben Marshall traf bei seinem Gewaltschuss nur die Latte. Tyson Spink musste auf die Sünderbank und Ingolstadt drängte auf das Siegtor. Eriksson hielt aber stark. Dann gerade mal zehn Sekunden waren noch zu spielen, da war eine Strafe gegen Schwenningen angezeigt. Aubry beförderte den Puck ins Netz, bejubelte sein zweites Tor am Abend und den Sieg für Ingolstadt. „Es ist extrem bitter. Aber wir werden zurückkommen und sind bereit am Donnerstag München zu schlagen“, sagte Pfaffengut nach der Schlusssirene.

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