Wild Wings vergeben zu viele Chancen

Eishockeyspieler in Aktion
Bis kurz vor Schluss war einiges los vor dem Tor von Michael Garteig (EHC Ingolstadt). Doch die SERC-Spieler haben – trotz zahlreicher Chancen – die Scheibe nicht mehr über die Linie bekommen. (Foto: Dieter Reinhardt)
Heinz Wittmann

Die Wild Wings haben gekämpft und gerackert, letztelich fehlte ihnen aber das Scheibenglück. Deshalb unterlagen sie dem ERC Ingolstadt am Sonntag zu Hause in der Heliosarena mit 2:3 (0:0, 1:2, 1:1). Die Umstellungen brachten aber gute Ansätze.

Wild-Wings-Trainer Niklas Sundblad hatte vor der Partie seine Reihen komplett neu gemischt. MacQueen lief mit Turnbull und Schiemenz in der ersten Linie auf. Die weiteren Sturmreihen: Bassen – Tylor Spink – Tyson Spink; Thuresson – Bourke – Hadraschek; Pfaffengut – Daniel Weiß – Alexander Weiß. David Cerny musste als überzähliger Angreifer für Schiemenz weichen. „Ich möchte mit der Reihenumstellung neue Energie, wieder mehr Tempo reinbringen. Ich denke, Bassen mit den Spink-Brüdern, das ist eine schnelle Reihe und die Weiß-Brüder spielen gerne zusammen. Schiemenz wollte ich nicht so lange draußen lassen, sondern wieder mal eine Chance geben“, so Sundblad kurz vor Anpfiff.

Beide Mannschaften legten zunächst Wert auf Defensivarbeit. Beide Teams blockten Schüsse und brachten immer wieder Schläger in die gegnerischen Angriffe. Es dauerte sage und schreibe 14 Minuten bis es zur ersten Großchance kam. Verteidiger Mathew Bodie scheiterte an SERC-Torwart Joacim Eriksson. Anschließend blieb der Schwenninger Goalie auch gegen Fabio Wagner Sieger. Die Schwenninger kamen erst mit einem Mann mehr zu einer ersten Möglichkeit. Bodie saß in der Kühlbox und Tylor Spink verfehlte nur knapp das von Michael Garteig gehütete Ingolstädter Gehäuse.

Im zweiten Drittel zogen die Wild Wings, wie schon so oft in dieser Saison, überflüssige Strafen. Zunächst musste Tylor Spink wegen Spielverzögerung und dann auch noch Will Weber, der Spink rächen wollte, auf die Strafbank. Die Schanzer spielten in doppelter Überzahl. Schwenningen zeigte aber gutes Penaltykilling und überstand diese kritische Situation. Dann musste bei Ingolstadt Emil Quaas raus. Das Powerplay der Neckarstädter war aber nicht genug. Die Weiß-Brüder hatten dabei Mühe, sich zu finden. In der 35. Minute ging der ERC aus Ingolstadt in Front. Schwenningen-Schreck Pietta hatte abgezogen und Frederik Storm fälschte die Scheibe ab. Nur zwei Zeigerumdrehungen später das 2:0 für die Audistädter. Wayne Simpson traf nach Vorarbeit von Pietta ins Schwarze.

Die Wild Wings, denen kämpferisch kein Vorwurf zu machen war, hatten die passende Antwort parat, kamen nur 20 Sekunden später zum Anschlusstor. Daniel Pfaffengut hatte eine Energieleistung erfolgreich abgeschlossen.

In der 43. Minute kam der SERC zum Ausgleich. Es war eine tolle Co-Produktion der Weiß-Brüder. Alexander passte genial von hinter dem Ingolstädter Kasten auf Daniel und der konnte seinen ersten Saisontreffer bejubeln. Doch die Gäste schlugen zurück, Brandon DeFazio hämmerte den Puck zur neuerlichen Panther-Führung ins Tor. Pech für Schwenningen danach, Pfaffengut traf nur den Pfosten. Zwei Minuten vor Schluss zog Jamie MacQueen in aussichtsreicher Position daneben. Coach Sundblad nahm eine Auszeit und seinen Torwart vom Eis.

Neun Sekunden vor Schluss verfehlte Travis Turnbull. Die Wild Wings hatten am Ende alles versucht, aber sie hatten an diesem Tag auch kein Scheibenglück. Aber so ist das nun mal, wenn man im Tief ist. Das Rematch steigt am kommenden Samstag um 17.30 Uhr.

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