Eishockeyspieler
Die Schwenninger Wild Wings (blau) überraschten gegen München mit einer starken Leistung und gewannen 2:0. Gäste-Torhüter Danny aus den Birken hatte mehr Arbeit als ihm lieb war. Rechts daneben Yannic Seidenberg und Jordan Caron. (Foto: direvi)
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Die Schwenninger Wild Wings haben am Sonntagabend in der Deutschen Eishockey-Liga daheim vor 3785 Zuschauern gegen Spitzenreiter EHC Red Bull München 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) gewonnen. Die Wild Wings zeigte eine tolle Abwehrleistung.

Bei den Wild Wings fehlte Simon Danner. Der Allrounder, der am Freitag bei der 1:3-Niederlage in Augsburg sein Comeback feierte, zog sich gleich eine Schulterverletzung zu. „Es ist nichts schlimmes bei Simon“, beruhigte Wild-Wings-Sportmanager Jürgen Rumrich auf Nachfrage unserer Zeitung. Für Danner rückte Daniel Pfaffengut ins Team.

Im Spiel gab es zunächst wenig Torraumszenen. Dustin Strahlmeier war bei einem Schuss von Yannic Seidenberg mit der Fanghand zur Stelle. Auf der anderen Seite blieb der wiedergenesene Danny Aus den Birken gegen Jordan Caron Sieger. Das deutsche Top-Talent John Peterka traf nur den Schwenninger Pfosten. Die Wild Wings hielten mit dem Spitzenreiter gut mit. In der 16. Minute hatten sie aber erneut Glück, als Konrad Abeltshauser die Latte traf.

Im zweiten Drittel kam es noch besser für die Einheimischen. Da ging der SERC nämlich in Front. Troy Bourke hatte listig per Bauerntrick Danny Aus den Birken überwunden. Der Treffer wurde aber erst nach langem Videobeweis gegeben (33.). Bourke hat damit elf Saisontreffer und ist zusammen mit dem längst nach Iserlohn abgewanderten Jamie MacQueen Toptorjäger der Wild Wings. Glück danach für die Schwäne, dass sie keine zwei Strafminuten wegen absichtlichen Torverschiebens kassierten. Anschließend war Strahlmeier bei einem Schlagschuss von Seidenberg auf dem Posten.

Philip Gogulla hatte im Schlussdrittel den Ausgleich auf dem Schläger, aber der starke Strahlmeier reagierte glänzend. Max Hadraschek musste auf die Strafbank. Jason Jaffray zog ab, aber Strahlmeier wehrte ab. Der Schwenninger Schlussmann wuchs über sich hinaus, hielt auch gegen Gogulla. Bei den Wild Wings ging nach vorne nicht mehr viel. Die Gastgeber arbeiteten aber in der Defensive gut. Dann kassierte Peterka zwei Strafminuten. Mike Blunden traf im Powerplay zum 2:0. Es war der siebte Saisontreffer für den Kanadier. Dann musste Gogulla raus. Und der Puck war erneut im Münchner Kasten. Aber nach Videobeweis wurde der Treffer wegen Torwartbehinderung nicht gegeben. Die Gäste nahmen den Keeper raus. Und dann plötzlich der Puck im Schwenninger Kasten. Aber auch dieser Treffer fand bei den Referees keine Anerkennung. „Gegen Schwenningen kann man mal verlieren!“, sangen die glücklichen SERC-Anhänger.

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