Jamie MacQueen (rechts) bejubelt seinen Treffer zum 3:1 mit Johannes Huss.
Jamie MacQueen (rechts) bejubelt seinen Treffer zum 3:1 mit Johannes Huss. (Foto: Eibner-Presse / Michael Bermel via www.imago-images.de)
wit und Heinz Wittmann

Die Schwenninger Wild Wings zeigen am Dienstagabend eine starke Defensivleistung und gewinnen das Derby gegen den Tabellenersten Adler Mannheim mit 3:1 (2:1, 0:0, 1:0).

„Wir müssen diesmal von Anfang an bereit sein“, mahnte SERC-Stürmer Tyson Spink seine Mitspieler vor dem Baden-Württemberg-Derby gegen die Adler Mannheim. In der Tat, am Donnerstag bei der 2:3-Niederlage in Mannheim hatten die Wild Wings die Anfangsphase verschlafen und lagen nach zwölf Minuten mit 0:2 hinten.

Diesmal waren die Schwenninger aber von Beginn an wachsam und aggressiv. Maximilian Hadraschek prüfte Adler-Torwart Felix Brückmann. Auf der anderen Seite war die Fanghand von Goalie Joacim Eriksson beim Schuss von Denis Reul da. Der Mannheimer Stürmer David Wolf musste auf die Strafbank. Die Schwäne zogen ein gutes Powerplay auf. Der Puck lief schnell und präzise, nur der Abschluss wollte nicht klappen. Dann bekam Hadraschek zwei Strafminuten. Die Spink-Zwillinge trumpften jedoch in Unterzahl groß auf, Tyson Spink netzte nach Vorarbeit von Tylor Spink erfolgreich ein. Der Torschütze musste aber anschließend in die Kühlbox.

Markus Eisenschmid und Stefan Loibl forderten erneut die Fanghand von Eriksson. Das Überzahlspiel war stark und Eisenschmid traf schließlich gegen Eriksson zum 1:1. Wobei dieser Schuss nicht unhaltbar war. Große Verwirrung dann nachdem das erste Drittel beendet war. Die Referees sahen bei einem Videobeweis, dass Brückmann die Scheibe von Florian Elias in den eigenen Kasten gerutscht war. Schwenningen führte 2:1. Der Treffer wurde Andreas Thuresson, der Elias gegen den Schläger geschlagen hatte, gutgeschrieben. Es war dann unklar, ob die fehlende Zeit nach dem Treffer gleich würde nachgespielt oder nicht. Die Mannschaften kamen zurück aus der Kabine, wurden dann von den Referees aber doch wieder in die Umkleide geschickt.

Die 73 Sekunden wurden vor Beginn des zweiten Drittels nachgeholt. Mannheim erhöhte die Schlagzahl, versuchte Druck zu machen. Die Gäste machten es den Einheimischen aber nicht leicht, denn sie arbeiteten in der Defensive ungemein fleißig. Auch als Johannes Huß auf das Sünderbänkchen musste, konnte der SERC ein Gegentor verhindern. Als Tyson Spink draußen saß, kassierte Colby Robak fünf Minuten plus Spieldauer nach einem Bandencheck gegen Matthias Plachta. Gut möglich, dass der Schwenninger Topverteidiger von der DEL für das nächste Spiel am kommenden Samstag gegen München gesperrt wird. Hierzu wird der Disziplinarauschuss beziehungsweise Disziplinarrichter eine Entscheidung fällen. Adler-Stürmer Plachta blieb zunächst benommen liegen, musste dann in die Kabine. Eine Minute und 23 Sekunden hatten die Schwäne nun in doppelter Unterzahl überstehen. Sie schafften dies mit großem Kampfgeist.

Im letzten Drittel waren beide Teams zeitweise in Unterzahl, doch wollte Mannheim mit aller Macht den Ausgleich. Aber die Wild Wings verteidigten gut und Jamie MacQueen wurde immer wieder in Schussposition gebracht – schlussendlich mit Erfolg. Er traf in der 60. Minute zum Endstand von 3:1.

Am Samstag, 16. Januar, müssen die Schwenninger Wild Wings daheim gegen den Tabellenzweiten Red Bull München (17.30 Uhr) ran.

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