Wild Wings müssen um den Einzug in die Play-offs zittern

Verteidiger Benedikt Brückner lief im Sturm für Darin Olver auf und schoss prompt sein erstes Saisontor.
Verteidiger Benedikt Brückner lief im Sturm für Darin Olver auf und schoss prompt sein erstes Saisontor. (Foto: Heinz Wittmann)
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Nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Iserlohn könnte der Kampf um den Einzug in die Play-offs für die Wild Wings gar nicht spannender sein. Der große Rivale heißt Straubing. Schwenningen ist um den Quotienten von 0,007 besser.

Erstmals in dieser Saison haben die Wild Wings eine Partie, in der sie die Verlängerung erreichten, nicht gewonnen. Der SERC unterlag am Dienstag bei den Iserlohn Roosters nach Overtime. Es war das sechste Mal in dieser Spielzeit, dass die Schwenninger Kufencracks länger als 60 Minuten in einer Partie ran mussten, erstmals zogen sie den Kürzeren.

Brent Raedeke überwand in der 64. Minute Goalie Joacim Eriksson. Die Sauerländer waren im ersten Drittel durch Joel Lowry in Front gegangen, Tyson Spink glich fast postwendend aus. Im Mittelabschnitt brachte Benedikt Brückner die Neckarstädter mit seinem ersten Saisontor in Front. Iserlohn glich erst in der 57. Minute durch Torsten Ankert aus. Wild-Wings-Trainer Niklas Sundblad sagte hinterher: „Es war ein gutes, enges Spiel. Wir hatten genug Chancen, um die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden. Unser Überzahlspiel war nicht so stark. Wir haben aber einen Punkt gewonnen – und den nehmen wir mit.“

Das Überzahlspiel, eigentlich ein Prunkstück der Wild Wings in dieser Saison, funktionierte in Iserlohn überhaupt nicht. Die Roosters fuhren sogar in Unterzahl immer wieder gefährliche Konter. Müssen die Wild Wings zum Saisonfinale noch am Powerplay etwas verändern? Sundblad: „Nein, bestimmt nicht. Unser Überzahlspiel ist gut, wir müssen geduldig sein, wir werden auch wieder die Tore machen.“ Nach dem Ausfall von Olver schon am Montag in Krefeld war der etatmäßige Verteidiger Benedikt Brückner in den vierten Sturm neben die Weiß-Brüder gerückt und traf prompt ins Schwarze. „Das war sehr wichtig und schön, ich freue mich für Bene, dass er das Tor geschossen hat“, sagte Sundblad. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle. Durch ein glückliches Tor kam Iserlohn zurück in die Partie. Aber auch der eine Punkt kann für uns wichtig sein“, analysierte Brückner.

Der Zähler könnte am Ende Gold wert sein. Während am Neckarursprung eifrig gerechnet wird, wie es laufen muss, damit die Wild Wings nach 26 Jahren wieder in ein DEL-Viertelfinale einziehen, erklärt es Sundblad ganz einfach. „Ich gehe davon aus, dass die ausgefallene Partie zwischen Straubing und Iserlohn nicht nachgeholt wird. Wann auch? Es gibt gar keinen Termin mehr dafür. Das bedeutet, wir müssen am Sonntagabend zwei Punkte mehr als Iserlohn auf dem Konto haben. Wenn das so ist, sind wir in den Play-offs. Wenn nicht, dann nicht.“

In der Tat wird der Punktequotient zum Tragen kommt, falls Spiele aufgrund von Corona-Quarantänen nicht nachgeholt werden können. So lagen die Wild Wings am Mittwoch vor der Partie der Straubing Tigers bei den Kölner Haien mit 50 Punkten aus 36 Spielen und einem Quotienten von 1,389 vor den Straubingern, die mit 47 Zählern aus 34 Partien einen Quotienten von 1,382 aufwiesen – um den Quotienten von 0,007 vorne.

Die Straubing Tigers haben außer der Partie am Mittwoch in Köln am Freitag zu Hause gegen Wolfsburg und am Sonntag zum Rückspiel in Wolfsburg anzutreten. Schwenningen hat auf dem Papier das leichtere Restprogramm. Der SERC bestreitet noch zwei Heimspiele, am Freitag gegen das abgeschlagene Nord-Schlusslicht Krefeld Pinguine und am Sonntag gegen die Kölner Haie. Sundblad: „Es ist extrem spannend, aber das ist auch schön, jetzt ist Crunchtime. Die Entscheidung wird erst am Sonntag fallen. Wir sind zuversichtlich, dass wir in die Play-offs kommen, das war immer unser Ziel. Unsere Form stimmt. Wir haben aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt. Wir sind fit und bereit.“

Schlechte Nachrichten gab es am Mittwochnachmittag aber zur Verletzung von Stürmer Darin Olver. Eine MRT-Untersuchung ergab eine schwerwiegendere Verletzung, die für Olver das Saisonaus bedeutet.

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