Weitere Hilfe im Baustellenkampf rund um den Marktplatz

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 Sie planen gemeinsam die Aktionen rund um den Marktplatz in diesem Jahr: Jakob Müller (Lollipop, von links), Baustellenkoordina
Sie planen gemeinsam die Aktionen rund um den Marktplatz in diesem Jahr: Jakob Müller (Lollipop, von links), Baustellenkoordinator Volker Bachert, Lisa Schöneck vom Stadtmarketing, Susanna Orlowski (Wirtschaftsförderung), Heinz Messner (Casa Moda), Uli Hugger (Augenoptik Hugger-Jäckle), Rainer Baumgart (Amt für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten), Amtsleiter Ulf Millauer, Birgit Messner (Casa Moda) und WTVS-Geschäftsführerin Beate Behrens. (Foto: Pohl)
Michael Pohl

Die Gewerbetreibenden am Marktplatz werden weiterhin nicht allein gelassen. Wie schon vergangenes Jahr gibt es auch 2019 städtisches Geld für Marketingmaßnahmen. Bei einem Treffen wurden gemeinsam Ideen entwickelt.

Es sind Aktionen wie das Baustellenfest oder die Hinweisschilder an den Einfahrten ins Stadtgebiet, welche die städtische Wirtschaftsförderung im vergangenen Jahr als Unterstützung für die Händler rings um die Marktplatzbaustelle bezahlt hat. Ähnliche Aktionen und eine erneute Finanzspritze in Höhe von 20 000 Euro, soll es auch in diesem Jahr wieder geben.

Um gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und dem Stadtmarketing die Möglichkeiten auszuloten, waren die betroffenen Gewerbetreibenden am Montagnachmittag ins Irish Pub eingeladen worden. Die Resonanz war überschaubar, stellte auch Birgit Messner, Inhaberin der Boutique Casa Moda, enttäuscht fest. Gemeinsam mit ihrem Mann sowie Uli Hugger (Augenoptik Hugger-Jäckle) und Jakob Müller, dessen Frau das Kindergeschäft Lollipop betreibt, waren dies die einzigen Interessierten.

Rückblick auf 2018

Susanne Orlowski von der Wirtschaftsförderung gab zu Beginn einen kleinen Rückblick, wie die letztjährigen 20 000 Euro eingesetzt wurden. Das Marktplatz-Gewinnspiel kostete 4000 Euro, das Baustellenfest 6500 Euro, die Schilder an den Zufahrten 1500 Euro und die Weihnachtsbeleuchtung nochmals 6500 Euro. „Es blieb am Ende etwas übrig, da wir bei der Planung nicht abschätzen konnten, wie viel was kostet“, erklärte sie die Restsumme von 1500 Euro. Insgesamt zeigten sich die Anwesenden mit der Wirkung der Aktionen zufrieden.

Neue Ideen und Ergebnisse

In der Runde wurden anschließend verschiedene Vorschläge eingebracht und diskutiert. Zur Debatte standen sowohl gemeinsame Veranstaltungen, wie es das Baustellenfest war, aber auch der Wunsch der Händler, Eigeninitiative zeigen zu können. Dabei ist Birgit Messner eines wichtig: „Die Organisation sollte vonseiten der Stadtverwaltung so unbürokratisch wie möglich ablaufen.“ Müsse sie im Vorfeld zu viele Anträge stellen, Genehmigungen einholen oder gar Gebühren bezahlen, lohne sich der Einsatz nicht. Hier versicherte Beate Behrens, dass die Wirtschaftsförderung helfen und vermitteln wolle.

Die WTVS-Chefin selbst will sich für die Investition in eine neue Weihnachtsbeleuchtung stark machen. Hierzu habe sie sich gemeinsam mit Lisa Schöneck (Stadtmarketing) Anregungen in Stuttgart geholt. „Auch die Königsstraße war bisher nicht schön beleuchtet“, berichtete Behrens. In der Landeshauptstadt lösen sie das Problem demnach nun durch eine thematische Beleuchtung. So stehen Leuchtkonstruktionen in Form eines Porsche und ähnlichem in der Innenstadt. „Das könnte ich mir bei uns beispielsweise mit Ventilatoren oder Uhren vorstellen“, erläuterte Behrens.

Nach rund zwei Stunden intensiven Gesprächen kamen die Beteiligten zum Ergebnis, dass die Ideen der Weihnachtsbeleuchtung, eines Adventskalenders in den Geschäften, eines Frühschoppens mit einer Versteigerung wie beim Baustellenfest sowie verschiedene Aktionen der einzelnen Händler weiter verfolgt werden sollen.

Stand auf der Baustelle

Um die Überlegungen in einen zeitlichen sowie vor allem auch räumlichen Rahmen zu bringen, waren Amtsleiter Ulf Millauer und Rainer Baumgart vom Amt für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten (SGA) ebenfalls anwesend. Letzterer informierte über den aktuellen Stand auf der Baustelle. Die erste erfreuliche Nachricht: „Wenn das Wetter mitspielt, öffnen wir den Parkplatz an der Sturmbühlstraße am 25. März.“ Im Gegenzug werde der Marktplatz geschlossen. Stand heute, werde kommenden Montag die Straße gesperrt und ab Dienstag die letzte Asphaltschicht im Bereich Auf der Lehr, zwischen Sturmbühlstraße und Kreisverkehr, eingebaut. „Damit sollten wir am Freitag, 21. März, fertig sein“, gibt Baumgart an. Ab Ende Juni soll im Bereich Marktplatz gepflastert werden. Dies erfolge von der ehemaligen Volksbank in Richtung Rathaus. Bis zum geplanten Abschluss im November sei in diesem Bereich kaum Platz für Veranstaltungen. „Die offizielle Einweihung soll im Frühjahr 2020 erfolgen. Dann lassen wir es krachen!“, verspricht Baumgart.

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