Viele junge Leute in der Region starten am 1. September in die Berufsausbildung.
Viele junge Leute in der Region starten am 1. September in die Berufsausbildung. (Foto: Tobias Hase)
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Das neue Ausbildungsjahr beginnt am 1. September und damit für Berufsanfänger ein ganz neuer Lebensabschnitt. Was erwarten die Betriebe von ihren Auszubildenden und wie können sich die Jugendlichen darauf vorbereiten? Die Ausbildungsexperten der Handwerkskammer Konstanz verraten, worauf es in den ersten Tagen besonders ankommt, und geben die sieben wichtigsten Tipps für den gelungenen Start.

1. Pünktlich da sein: Den Wecker sollte man für den ersten Arbeitstag lieber ein bisschen früher stellen. Denn wer zu spät kommt, gilt schnell als unzuverlässig. Deshalb besser einen Puffer lassen, dann kann einen auch ein Stau oder ein verspäteter Zug nicht aus der Ruhe bringen.

2. Freundlich sein: Wenn die Aufregung groß ist, können einem schon mal die Worte fehlen. Aber ein freundliches „Guten Morgen“ für die neuen Kollegen muss drin sein. Am besten merkt man sich auch gleich die Namen zumindest der direkten Ansprechpartner. „Bitte“ und „Danke“ gehören natürlich ebenfalls dazu.

3. Interesse zeigen: Fragen stellen heißt nicht, dass man keine Ahnung hat, sondern dass man sich für etwas interessiert – und genau das erwartet ein Betrieb von seinen Auszubildenden. Dass sie am Anfang ihrer Ausbildung noch kein Fachwissen haben können, ist jedem klar, also: fragen, fragen, fragen.

4. Regeln beachten: Im Betrieb hat sich jeder an bestimmte Vorgaben zu halten, etwa wenn es um die Arbeits- und Pausenzeiten, Krankmeldungen oder das Verhalten bei Unfällen geht. Auch für die Handynutzung oder bei der Kleiderordnung können besondere Vereinbarungen gelten. Die Berufsstarter sollten also wissen, was vorgeschrieben und was üblich ist, und diese Regeln auch beachten. Das gilt derzeit insbesondere für die Hygiene- und Abstandsregelungen zur Minderung des Infektionsrisikos. Am besten, man erkundigt sich schon vorab über die geltenden Bestimmungen im Betrieb und in der Berufsschule.

5. Keine Angst vor Fehlern: Fehler passieren jedem. Und gerade am Anfang kann man sicher nicht alles richtigmachen. Wichtig ist nur, dass man dazu steht und nichts unter den Tisch kehrt. Dann kann man aus Fehlern nämlich auch was lernen.

6. Überblick bewahren: Neue Menschen, neue Abläufe und jede Menge Informationen – der Wechsel von der Schule in den Beruf kann ganz schön anstrengend sein. Bevor den Auszubildenden alles über die Ohren wächst, sollten sie ab und zu Ordnung schaffen und Überblick gewinnen. Das geht zum Beispiel, indem man sich die wichtigsten Dinge und Fragen notiert und mit seinem Ausbilder darüber spricht. Diesem Zweck dient auch das Berichtsheft. Damit weist man außerdem bei späteren Prüfungen nach, was man in der Ausbildung gelernt hat. Das Ausfüllen sollte also zur täglichen Routine werden.

7. Rat holen: Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer Konstanz begleiten Lehrlinge und Betriebe über den gesamten Zeitraum der Berufsausbildung. Wer allgemeine Informationen benötigt, eine arbeitsrechtliche Frage hat oder einen Vermittler in Konflikten braucht: ein Anruf bei der Handwerkskammer ist jederzeit möglich. Ansprechpartner für den Schwarzwald-Baar-Kreis ist Roman Murr, Telefon 07531/20 53 43, E-Mail: roman.murr@hwk-konstanz.de.

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