Das Vorstandsteam des Tierschutzvereins Villingen-Schwenningen blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück (von links): Tatjana T
Das Vorstandsteam des Tierschutzvereins Villingen-Schwenningen blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück (von links): Tatjana Tröster (Vorsitzende), Astrid Jungmann (Schriftführerin), Theresia Lydia Schonhardt (Vize-Vorsitzende), Monika Fuchs-Eller (Kassenwartin) und Birgit Riegger (Leitung der Jugendgruppe). (Foto: Michael Niggemeier)

Zahlreiche Neuigkeiten hat es bei der Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Villingen-Schwenningen gegeben. Viele der eingeladenen Mitglieder fanden den Weg ins Café „Hildebrand“ in Zollhaus. Sie hörten, dass Vorsitzende und Stellvertreterin ihren Rückzug ankündigten.

Mit 665 stieg die Mitgliederzahl um 19 Personen an, wie Vorsitzende Tatjana Tröster gleich zu Beginn zu berichten wusste. Auch im Tierschutzverein war die neue Datenschutzgrundverordnung, wie bei fast allen Vereinen, ein großes Thema und stellte das Vorstandsteam vor große Herausforderungen. Hierzu wurde auch eine Satzungsänderung notwendig, welche von den Mitgliedern einstimmig beschlossen wurde.

Ein weiterer zeitintensiver Part in der Arbeit des Vereins waren laut Tröster auch die Diskussionen mit verschiedenen Gemeinden bezüglich der Kostenübernahme bei Fundtieren. „Dabei ist die Gesetzeslage eigentlich klar“, wie die Vorsitzende klarstellte. Beim Bericht von Kassenwartin Monika Fuchs-Eller gab es eine positive Bilanz.

Die größten Ausgabeposten waren die allgemeinen Tierarztkosten, Kosten für Kastrationen und Futtergeld. Von der Volksbank erhielt der Verein eine Spende in Höhe von 1000 Euro sowie eine Spende aus einem Nachlass. Die einwandfreie Kassenführung wurde der Kassenwartin von den Kassenprüfern bestätigt.

Einiges geboten war auch in der Jugendgruppe „Wildfeet“. Seit März 2017 treffen sich die Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren einmal im Monat. So standen unter anderem der Besuch einer Meerschweinchenhilfe und die Teilnahme am Ferienprogramm gemeinsam mit der Rettungshundestaffel Löffingen auf dem Programm. Ebenso nahm die Gruppe mit einem Stand an „Weihnachten für Tiere“ im Tierheim Donaueschingen teil. Hier konnte der Verein mit selbst gebastelten Dingen etwa 240 Euro Spendengeld für das Tierheim sammeln.

Was der Tierschutzverein im vergangenen Jahr geleistet hat, berichtete die stellvertretende Vorsitzende Theresia Lydia Schonhardt. So habe man 83 Katzen und 25 Hunde vermittelt. Außerdem wurden dem Verein insgesamt 143 Tiere als vermisst und 183 als zugelaufen gemeldet. „Hier lag die Aufklärungsquote leider nicht bei 100 Prozent“, wie Schonhardt bedauerte. Auch berichtet sie über die Zusammenarbeit mit dem Kreistierheim und die allgemein doch immer schwerer werdende Tierschutzarbeit, was unterschiedliche Gründe hat. Das Einzugsgebiet des größten Tierschutzvereins im Landkreis reicht von der Schweizer Grenze bis zu Tuningen und St. Georgen.

Abgestimmt wurde auch über eine Geldzuwendung, die dem Kreistierheim zu Gute kommen soll. „Wir brauchen das Tierheim mehr denn je, da es immer mehr Tiere gibt, die Hilfe benötigen“, führte die Vorsitzende aus. Das Geld solle für die Umzäunung des Grundstücks genutzt werden. Auch dies wurde einstimmig beschlossen.

Einen Wermutstropfen gab es zum Abschluss der Versammlung. So gaben die Vorsitzende und ihre Stellvertreterin bekannt, dass beide bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten wollen. Hier wolle man frühzeitig auf die Suche nach Ersatz gehen.

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