Die Fans deuten an, was sie der Wild Wings-Führung für die kommende Sason empfehlen.
Die Fans deuten an, was sie der Wild Wings-Führung für die kommende Sason empfehlen. (Foto: Dieter Reinhardt)
Heinz Wittmann

Die DEL-Saison ist vorüber, die Abschlusszeugnisse für die Wild Wings-Spieler werden verteilt. Troy Bourke, Boaz Bassen und David Cerny überraschten positiv. Mark Fraser, Dylan Yeo, Matt Carey und Markus Poukkula enttäuschten.

Torhüter

Dustin Strahlmeier: In den ersten Wochen wirkte die Schwenninger Nummer eins teils fahrig und unsicher. Ab November war „Strahlie“ aber wieder der gewohnt sichere Rückhalt. Leider kämpften seine Vorderleute nicht immer für ihn.

Ilya Sharipov: Der Ersatztorwart, der vom Zweitligisten Bietigheim kam, war in der DEL überfordert. Der 25-Jährige durfte nur sechs Spiele bestreiten, agierte dabei glücklos.

Verteidiger

Mark Fraser: Der 224-fache NHL-Spieler wurde seiner ihm zugedachten Rolle als Leader und Kapitän nicht gerecht. Die läuferischen Defizite des 33-Jährigen waren zu offensichtlich. War mit 70 Strafminuten der „böse Bube“ der Schwenninger.

Dylan Yeo: Das Spiel des Offensivverteidigers war schlicht zu fehlerhaft. Der 33-jährige Kanadier beschwor mit seinen Patzern immer wieder Alleingänge des Gegners herauf, leiste sich unnötige Strafzeiten.

Benedikt Brückner: Der Routinier konnte sich in der zweiten Saisonhälfte steigern. Die Gegner kamen aber dennoch zu leicht an dem Defensivverteidiger, der kein Tor schoss, vorbei.

Mirko Sacher: Es war insgesamt eine durchwachsene Saison für den Allrounder. Trainer Niklas Sundblad setzte ihn teils auch als Stürmer ein. Immerhin vier Tore sprangen für den 28-Jährigen heraus.

Simon Danner: Der Pechvogel. Erst zog sich der 33-Jährige in der Saisonvorbereitung eine schwere Knieverletzung zu. Als er dann zurückkehrte war er teils nur überzähliger Spieler.

Christopher Fischer: Licht und Schatten gab es bei dem Mann, der von den Iserlohn Roosters kam. In der Abwehrbewegung mit einigen Fehlern, nach vorne waren aber seine vielen Assists sehr auffällig, Fischer verbuchte respektable 24 Beihilfen.

Dominik Bohac: War zunächst verletzt und wurde dann nach Landshut in die DEL2 abgegeben. Absolvierte nur sechs Saisonspiele für Schwenningen, bekam dabei keinen Scorerpunkt gutgeschrieben.

Kyle Sonnenburg: Die Nachverpflichtung spielte gewohnt solide und unspektakulär. Ein Torerfolg blieb dem 33-Jährigen verwehrt.

Colby Robak: Wurde im November geholt und schlug gleich voll ein. War teils eine Art „Quarterback“ im Spiel der Schwäne. So stark er begann, so stark ließ er aber auch nach, die zehn Punkte (fünf Treffer/fünf Vorlagen) machte er fast alle 2019.

Stürmer

Boaz Bassen: Absolvierte zunächst sieben Spiele für die Wild Wings in der Verteidigung, wurde dann aber zum Kooperationspartner nach Ravensburg abgeschoben. Dort erkannte Trainer Rich Chernomaz, dass der Deutschkanadier mit seiner Schnelligkeit und seinem Kampfgeist besser im Sturm aufgehoben ist. Der 20-Jährige kehrte nach Schwenningen zurück und überzeugte.

Mike Blunden: Man hätte sich von dem 33-jährigen Kanadier, der vom HC Bozen an den Neckarursprung kam, noch mehr Durchschlagskraft gewünscht. Ebenso eine bessere Scoringbilanz, wobei er sich mit 13 Treffern immerhin zusammen mit Bourke die Torjägerkanone sicherte.

Pat Cannone: Der 33-jährige US-Amerikaner wurde mit 35 Punkten (25 Tore/zehn Assists) zwar Topscorer der Wildschwäne, man hätte sich aber mehr Führungsqualität von dem erfahrenen Center erwartet.

Kai Herpich: Es war kein gutes Jahr für das Schwenninger Eigengewächs. Der 25-Jährige war länger krank und öfters nur überzähliger Spieler. Der Einsatz bei Herpich, der nach der Saison die Schlittschuhe an den Nagel hängt und eine kaufmännische Ausbildung beginnt, stimmte aber.

Maximilian Hadraschek: Der Mann der vom Zweitligisten Bad Nauheim kam, konnte sich dank seiner läuferischen Fähigkeiten und seiner Spielübersicht sofort einen Stammplatz sichern. Die Torausbeute mit sieben Treffern ist ordentlich.

Matt Carey: Der Kanadier zeigte immer wieder gute Ansätze, blieb aber zu häufig blass.

Andreas Thuresson: Fiel wegen gleich zwei Gehirnerschütterungen länger aus. Der Schwede war zum Saisonendspurt noch am besten, wo er öfters sein großes technisches Potential abrufen konnte.

Alexander Weiß: Nach verhaltenem Beginn konnte der Kämpfertyp, der gerne Schüsse blockt, auch entsprechend scoren. Kam auf 19 Punkte (zwölf Tore/sieben Beihilfen).

Cedric Schiemenz: Der lauffreudige 21-Jährige muss noch weiter hart an sich arbeiten, hat es nicht auf Anhieb zu einem Stammspieler geschafft.

Markus Poukkula: Es war eine enttäuschende Saison für den letzten im Team verbliebenen Finnen. Die Scoringbilanz war zu schwach.

Troy Bourke: Der 25-jährige Kanadier war die positive Überraschung der Saison. Der technisch beschlagene Angreifer wurde mit 13 Treffern auf Anhieb zusammen mit Blunden SERC-Torschützenkönig.

Daniel Pfaffengut: Profitierte vom Abgang erfahrener Spieler im Januar. Mit mehr Eiszeit wurden die Leistungen von Pfaffengut deutlich besser.

Jamie MacQueen: Bis zu seinem Rausschmiss im November war der Kanadier mit elf Treffern Toptorjäger der DEL. Die Wild Wings trennten sich von ihm, weil er sich angeblich nicht zu 100 Prozent mit dem Klub identifiziert hatte.

Marcel Kurth: Es war eine schwache Saison für das Eigengewächs das auch nur unzureichend scoren konnte. Sieben Punkte (zwei Tore/fünf Beihilfen) waren viel zu wenig.

Julian Kornelli: Auch er profitierte davon, dass gestandene Spieler abgegeben wurden und so die jungen Akteure zu mehr Eiszeit kamen. Machte da seine Sache ordentlich.

Jordan Caron: Der 29-jährige Kanadier wurde im November verpflichtet und war im Februar auch schon wieder weg. Seine Ausbeute von neun Treffern in 24 Spielen konnte sich aber wahrlich sehen lassen.

David Cerny: Der Deutschtscheche gehört eigentlich zum Kader der Schwenninger U20. Mit seiner Schnelligkeit und Robustheit schlug er bei den Wild Wings in der DEL aber auf Anhieb ein. Er machte zehn Spiele und schoss ein Tor.

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