Die Wild Wings um Stürmer Marius Möchel (rechts) streckten sich gegen Titelanwärter EHC Red Bull München nach Kräften. Am Ende h
Die Wild Wings um Stürmer Marius Möchel (rechts) streckten sich gegen Titelanwärter EHC Red Bull München nach Kräften. Am Ende hatten die Bayern beim 3:2 aber das bessere Ende für sich. (Foto: Dieter Reinhardt)
Heinz Wittmann

Für die Schwenninger Wild Wings kommt es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu einem schnellen Wiedersehen mit den Adlern Mannheim. Nur fünf Tage nach der 2:3-Niederlage geht es am Dienstag, 18.30 Uhr, zum Derby erneut auf das Eis in der Mannheimer Arena. Die Wild Wings hoffen auf einen anderen Ausgang, um in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Nach vier Siegen in Serie unterlagen die Schwenninger Kufencracks bei den Topfavoriten der DEL, Adler Mannheim und EHC Red Bull München, jeweils 2:3. Ungeachtet der Ergebnisse und der hohen Belastung herrscht bei den Neckarstädtern Vorfreude. „Das macht doch Spaß, gegen solche starken Gegner gleich wieder zu spielen. Das hat was von Play-offs. Wir freuen uns, dass es jetzt gleich weiter geht. Trainiert haben wir genug“, sagt Wild-Wings-Coach Niklas Sundblad zum straffen Programm für seine Jungs.

Trotz der beiden knappen Pleiten habe Schwenningen gezeigt, „dass wir gegen solche Topteams mithalten können. München ist auch extrem viel gelaufen. Leider haben die kurz vor Schluss das 3:2 erzielt. Wir haben nun die Chance, es in Mannheim besser zu machen und die drei Punkte mitzunehmen“, meint Stürmer Alexander Weiß.

Gegen Red Bull war am Sonntag die Partie im ersten Drittel ausgeglichen. „Im zweiten Drittel war München aber besser“, gab Trainer Sundblad zu. Der Liga-Krösus ging durch Frank Mauer in Front, Andreas Thuresson schaffte in Überzahl zwar den Ausgleich. Dank Philip Gogulla ging München aber mit einer 2:1-Führung in den Schlussabschnitt. Der EHC Red Bull dominierte über weite Strecken auch das letzte Drittel, Goalie Joacim Eriksson hielt sein Team jedoch mit Glanzparaden im Spiel.

Tatsächlich gelang Darin Olver in Überzahl mit seinem ersten Saisontor in der 55. Minute der Ausgleich. Doch zwei Minuten vor Schluss markierte Mark Voakes das Siegtor für den Favoriten. „München hat uns nicht viel Platz zum Spielen gelassen, die waren nach ihrer 4:6-Niederlage in Ingolstadt schon sehr auf gute Defensivarbeit bedacht“, sagte Sundblad. Der Schwenninger Übungsleiter zeigte sich trotz der Niederlage mit dem Auftritt seiner Truppe einverstanden. „Unsere Mannschaftsleistung war gut, München war läuferisch extrem stark. Wir haben uns im letzten Drittel zurückgekämpft, dann aber eben dieses Tor kurz vor Schluss noch bekommen.“

Der EHC Red Bull, der am kommenden Samstag (17.30 Uhr) schon wieder am Neckarursprung aufkreuzt, zog in der Tabelle am bisherigen Überraschungsteam der DEL vorbei. Keine Überraschung ist hingegen, dass die Adler Mannheim in der Gruppe Süd ganz oben stehen. Die Nordbadener feierten am Sonntag im sechsten Saisonspiel den sechsten Sieg. Auch wenn sich das Team von Adler-Trainer Pavel Gross beim Schlusslicht Augsburger Panther schwerer als gedacht tat und nach zweimaligem Rückstand (0:2, 1:3) erst in der Verlängerung 4:3 siegte.

Beim ersten Vergleich zwischen Mannheim und Schwenningen hatte Goalie Patrik Cerveny sein bislang einziges Punktespiel für den SERC bestritten. Er hielt gut, aber nicht überragend. Coach Sundblad wird diesmal mit seiner Nummer eins Eriksson in der Kurpfalz auflaufen. „Joacim hat große Chancen, dass er gegen Mannheim spielt“, verriet Sundblad bereits im Vorfeld des Baden-Württemberg-Derbys.

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