Nach zuletzt ergfolglosen Spielen wollen die Schwenninger Wild Wings am Freitag im Heimspiel gegen Bremerhaven wieder jubeln. D
Nach zuletzt ergfolglosen Spielen wollen die Schwenninger Wild Wings am Freitag im Heimspiel gegen Bremerhaven wieder jubeln. Das Bild zeigt Alexander Weiß nach dem 1:2-Anschlusstreffer gegen Berlin am vergangenen Sonntag. (Foto: Dieter Reinhardt)
Heinz Wittmann

Die Wild Wings empfangen in der Deutschen Eishockey-Liga am Freitag um 19.30 Uhr Bremerhaven. Am Sonntag gastieren die Schwenninger um 17 Uhr in Berlin. Colby Robak hat verlängert. Bestehende Verträge könnten aufgelöst werden.

„Wir haben gut trainiert und wollen vom letzten Tabellenplatz weg“, sagt SERC-Trainer Niklas Sundblad. Der Rückstand auf den Vorletzten Iserlohn und den Drittletzten Krefeld beträgt aber schon satte fünf Punkte. Das bedeutet, die Wild Wings brauchen am Wochenende zwei Siege.

Am Freitag gastieren die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der Helios-Arena. Nach acht Heimsiegen in Folge musste die Truppe von Trainer Thomas Popiesch wieder eine Niederlage auf eigenem Eis einstecken, unterlag München trotz 3:0-Führung noch 4:6. In Wolfsburg verloren die Pinguine am Sonntag mit 1:2 nach Penaltyschießen. Bremerhaven war erst am 5. Januar am Neckarursprung. Die Wild Wings siegten in einer damals niveauarmen Partie mit 3:2 nach Verlängerung. „Die Bremerhavener besitzen ein schnelles Umschaltspiel. Wir müssen viel Druck auf sie ausüben“, sagt Sundblad. Interims-Pressesprecher Hendrik Kolbert rechnet gegen Bremerhaven mit 4000 Zuschauern.

Die Eisbären Berlin gaben erst am vergangenen Sonntag in Schwenningen ihre Visitenkarte ab und siegten mit 5:3. „Die Berliner spielen sehr körperbetont. Da müssen wir Lösungen finden, stabiler sein“, fordert Sundblad. Die Wild Wings werden bereits am Samstagmorgen um 8.30 Uhr in die Hauptstadt aufbrechen. Das Spiel findet tags darauf am Sonntag, 17 Uhr, statt und wird live bei Sport1 übertragen.

In einer der beiden Wochenend-Partien will der Coach auch Ersatztorwart Ilya Sharipov einen Einsatz gönnen. Die Zeichen bei dem 24-jährigen Deutschrussen stehen auf Abschied. Dem Vernehmen nach spielt Sharipov mit dem Gedanken, eine Lehre anzufangen und ganz mit dem Leistungssport aufzuhören. Als wahrscheinlich gilt, dass der neue Sportmanager der Wild Wings, Christof Kreutzer, den gebürtigen Schwenninger Felix Bick aus Bad Nauheim mit zu den Schwänen bringt, wie auch den deutschslowakischen Stürmer Andrej Bires. Während Kreutzer unserer Zeitung sagte, dass er auf der Torhüterposition gerne mit zwei Deutschen ins Rennen gehen würde, verblüffte Coach Sundblad am Donnerstag bei der Pressekonferenz mit der Aussage, dass er sich sehr gut auch einen ausländischen Torwart vorstellen könnte.

Am Wochenende Einsätze bekommen wird Simon Danner. Der dienstälteste Wild-Wings-Spieler war nach langer Verletzungspause am vergangenen Wochenende obwohl fit, von Sundblad auf die Tribüne beordert worden. „Simon hat gut trainiert und wird spielen“, erklärte Sundblad.

Unterdessen gaben die Wild Wings die Vertragsverlängerung von Colby Robak gleich um zwei Jahre bekannt. Der starke kanadische Verteidiger hat jetzt 20 Spiele für den SERC bestritten, dabei fünf Tore geschossen und vier Vorlagen gegeben. Der 29-Jährige sagte vergangenen Sonntag unserer Zeitung, dass es ihm in Schwenningen gefalle und er gerne hier bleiben würde. Vertragsverhandlungen hatte er aber dementiert. „Colby ist ein Zwei-Wege-Verteidiger mit starken schlittschuhläuferischen Fähigkeiten. Zudem hat er bereits seine Effektivität in der Offensive und im Spielaufbau gezeigt“, so Sundblad über den Linksschützen. „Als das Angebot zur Verlängerung kam, mussten ich und meine Familie nicht lange überlegen. Wir fühlen uns hier wohl und haben uns schnell zurechtgefunden“, so Robak.

Bei den Planungen für die neue Saison macht Coach Sundblad deutlich, dass die Verträge für die kommende Saison nicht in Stein gemeißelt sind. Sprich auch die Wild Wings GmbH könnte den einen oder anderen Kontrakt auflösen. Dass dies bei Jamie MacQueen, der inzwischen für Iserlohn aufläuft, der Fall sein wird, gilt als praktisch sicher. Nach Informationen unserer Zeitung könnte es aber auch Andreas Thuresson, Dylan Yeo und Christopher Fischer betreffen.

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