Die Einbrecher drangen in Gebäude in Villingen und Schwenningen ein.
Die Einbrecher drangen in Gebäude in Villingen und Schwenningen ein. (Foto: DANIEL MAURER)
sbo

Eine ganze Serie von Einbrüchen in der Region hat vor rund einem Monat in Villingen ein Ende gefunden, als zwei Tatverdächtige der Polizei auf frischer Tat erwischt wurden. Die Ermittlungen der „Besondere Aufbauorganisation Wohnungseinbruchdiebstahl“ bei der Kriminalpolizei Rottweil laufen dennoch auf Hochtouren. Warum?

„Bislang ist die Anzahl der Einbrüche nicht klar“, erklärt Polizeisprecher Harri Frank auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Die Ermittler können bislang nur sicher sagen, dass die beiden Einbrecher (33 und 38 Jahre alt aus Albanien) mindestens ab dem 11. Mai in der Region aktiv waren. So sollen die Tatverdächtigen an diesem Tag in ein Geschäft am Marktplatz in Schwenningen eingedrungen sein.

Auch in Mönchweiler schlugen Täter zu

Eine Geldkassette konnten Täter bei einem Einbruch in Büroräume eines Villinger Autohauses am 13. Mai erbeuten. Auch in Mönchweiler schlugen Täter zu. So soll ein Einbruch in einen Getränkemarkt in der Hindenburgstraße am 17. Mai auf das Konto des Duos gehen. Dieses hatte das Schloss einer Seitentüre geknackt und war so in den Markt gelangt. Nur einen Tag später war eine Schlosserei in der Max-Planck-Straße in Villingen Ziel der Ganoven. Hierbei stiegen sie über ein Fenster ein, welches sie zunächst einwarfen.

Zu gleich drei Einbrüchen kam es am 25. Mai im Gewerbegebiet „Neuer Markt“ in Villingen-Schwenningen Dort suchten die Täter einen Autohändler, eine Gaststätte und eine Waschanlage heim. Die Beute hielt sich in Grenzen, weswegen sie – so der bisherige Ermittlungsstand – in einem Wohnhaus in der Berliner Straße in Villingen nochmals auf Beutezug gehen wollten. Doch der Plan schlug fehl.

Eine Nachbarin hatte die beiden Männer gegen 2 Uhr zufällig bei ihrem Einbruch entdeckt und die Polizei alarmiert. Zwei Beamte konnten die Täter, die sich noch im Gebäude befanden, festnehmen – die Serie des Duos fand damit ein Ende.

Da die beiden Männer, welche sich weiterhin in Untersuchungshaft befinden, schweigen, gestalten sich die Ermittlungen zum Umfang der Einbruchsserie schwierig. Unklar ist nach Angaben des Polizeisprechers, ob die Tatverdächtigen allein agierten, oder es Komplizen gab.

Zu Denken gibt den Ermittlungsbehörden in diesem Zusammenhang, dass es zumindest in Villingen in den vergangenen Tagen und Wochen weiterhin zu zahlreichen Einbrüchen oder Einbruchsversuchen in Gewerbeobjekten kam – so beispielsweise im Bereich Krebsgraben (Rewe-Markt und Getränkemarkt) oder am Klosterring (Apotheke und Büroräume). Um sich sicher zu sein, werden die Beamten weiterhin umfangreiche Ermittlungen führen.

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