Martin Strangfeld (von links), Anette Salomon-Berle und Gudrun Strangfeld freuen sich auf den dritten Schwenninger-Knöpfle-Wett
Martin Strangfeld (von links), Anette Salomon-Berle und Gudrun Strangfeld freuen sich auf den dritten Schwenninger-Knöpfle-Wettbewerb am 2. Februar in der Volkshochschule. (Foto: Pohl)
Michael Pohl

Die Suche nach den Kontrahenten um das leckerste Knöpfle-Gericht hat wieder begonnen. Am Samstag, 2. Februar, veranstalten die Volkshochschule (VHS) und der Verein Slow Food Schwarzwald-Baar-Heuberg ihren Kochwettbewerb.

Ob klassisch in der Rinderbrühe, mit Sauerkraut oder in farbenprächtiger Rote-Beete-Variation: Die Schwenninger Knöpfle sind ein Traditionsgericht mit Potenzial. Allerdings sind die historischen Küchengeräte, die ihren Ursprung im Jahr 1786 haben, kaum noch in den Haushalten zu finden. Martin und Gudrun Strangfeld setzen sich deshalb für den Erhalt der Spezialität ein. Als Vertreter des Vereins Slow Food Schwarzwald-Baar-Heuberg organisieren sie bereits zum dritten Mal gemeinsam mit der Abteilung Volkshochschule des städtischen Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport (JuBIS) den Knöpfle-Wettbewerb.

Bei diesem Aufeinandertreffen von Hobbyköchen konkurrieren maximal acht Teams um das leckerste Knöpfle-Gericht. Dabei diene das Wettbewerbsformat vielmehr als Ansporn statt eine tatsächliche Rivalität zu verkörpern, erklären die Verantwortlichen. „Im Vordergrund steht das gemeinsame Kochen und natürlich auch gegenseitiges Probieren“, sagt Anette Salomon-Berle, Fachbereichsleiterin Ernährung und Kochen bei der VHS. Martin Strangfeld und seine Frau Gudrun wollen vor allem eines: „Auch jungen Leuten zeigen, dass dieses traditionelle Essen modern interpretiert werden kann.“

Gekocht wird in zwei Durchgängen, je nach Teilnehmerzahl mit drei oder vier Teams pro Durchgang. „Wir haben in der Schulküche der VHS vier Kochstellen“, erklärt Salomon-Berle. Diese werden während des etwa siebenstündigen Wettbewerbs eifrig genutzt. „Natürlich stehen die Teilnehmer in dieser Zeit nicht nur am Herd. Es ist auch ausreichend Zeit fürs Essen eingeplant sowie für den Abwasch und das Putzen“, erläutert die Fachbereichsleiterin.

Das Ehepaar Strangfeld ist in VS-Schwenningen geboren und lebt mittlerweile im Bräunlinger Ortsteil Unterbränd. Kein Grund für Martin Strangfeld, seine Heimattradition einschlafen zu lassen. „Bei den ersten beiden Wettbewerben wurde das beste Schwenninger Team jeweils Zweiter. Es wäre schön, wenn endlich auch Schwenninger gewinnen würden“, versucht er den Ehrgeiz zu wecken. Darüber entscheidet am 2. Februar dann eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Gudrun Strangfeld und den beiden gelernten Köchen Vinzenz Herrmann und Ludwig Schreiner.

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