sbo und Michael Pohl

Die Villinger Straße ist auf Höhe der Alten Ziegelei in VS-Schwenningen mal wieder einseitig gesperrt. Seit der Baumaßnahme auf dem Gelände ist die damit verbundene Verkehrsführung eigentlich nicht neu. Dennoch sorgt sie momentan für Chaos.

Es ist Freitagvormittag, der außerhalb der Stoßzeiten übliche Verkehr rollt aus Richtung Villingen an der Esso-Tankstelle vorbei – direkt auf die aktuelle Straßensperrung auf Höhe der Alten Ziegelei zu. Während einige Autofahrer gemäß der Beschilderung nach dem Fußgängerüberweg nach rechts in die Schwarzwaldstraße einbiegen, leuchten bei anderen Autos plötzlich Bremslicht und Rückfahrleuchte auf. Denn statt abzubiegen, stehen sie plötzlich und scheinbar unerwartet vor der Absperrung.

Die einen legen den Rückwärtsgang ein und verursachen dadurch entsprechende Rückstaus, andere wiederum wenden mit teils riskanten Manövern auf der Villinger Straße. Andere wiederum schleichen an der Absperrung vorbei und tasten sich – sofern kein Gegenverkehr kommt – in Richtung Alpenblickkreuzung vor. Und dann gibt es noch diejenigen, die zielstrebig die Absperrung passieren und trotz der einspurigen Fahrbahn weiter Richtung Stadtmitte fahren. Und das unter dem Motto „Je schneller ich fahre, desto schneller habe ich den verbotenen Abschnitt hinter mit gelassen“. Die teils wilden Lichthupen der entgegen kommenden Fahrzeuge scheinen die Verkehrsteilnehmer nur wenig zu beeindruckend.

Doch warum registrieren manche Verkehrsteilnehmer den Abbiegehinweise nicht? Wer die Szenerie einige Minuten beobachtet stellt fest, dass der weiße Pfeil auf blauem Grund tatsächlich ungünstig knapp hinter dem Zebrastreifen-Schild steht. Doch allein daran liegt es nicht. Vielmehr scheint ein anderes Schema zu greifen, ganz unter dem Motto „Ich folge meinem Vordermann“. Sobald einer geradeaus fährt, fahren teils ein, zwei, drei Autos hinterher. Der Erste bremst, der Zweite, der Dritte – und prompt ist die gesamte Kreuzung lahm gelegt. Das Chaos ist perfekt.

Der Umweg über die Schwarzwaldstraße und Wasenstraße ist für Ortskundige eigentlich nicht groß. Doch verirren sich an diesem Freitag auch zunehmend Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen. Sie folgen dem Abbiegehinweis oder anderen Fahrzeugen in Richtung Schwarzwaldstraße, doch verlieren viele dann die Orientierung. Denn Umleitungsschilder suchen die Verkehrsteilnehmer von dort an vergeblich. Lediglich zahlreiche Halteverbotsschilder sind bis zur Kreuzung mit der Wasenstraße auf dem Gehweg aufgestellt. Denn aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens darf dort bis einschließlich 22. Februar nicht mehr geparkt werden.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen