Schwäbische Zeitung

(sz) - Mit einer ökumenischen Aktion versuchen die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt Villingen-Schwenningen jetzt erneut, die Verlegung von „Stolpersteinen“ für die jüdischen Opfer der Nazi-Diktatur anzustoßen.

Der Gemeinderat von Villingen-Schwenningen hatte die „Stolpersteine“ 2004 verhindert. Nur ein namenloser „Memorialstein“ am Bahnhof und eine ebenfalls namenlose Gedenktafel erinnern an die jüdischen Opfer der Nazi-Diktatur in Villingen-Schwenningen.

75 Jahre nach der Reichpogromnacht nehmen der katholische und der evangelische Dekan sowie drei weitere geschäftsführende Pfarrer in Villingen-Schwenningen nun einen neuen Anlauf zur Verlegung von „Stolpersteinen“. Zu ersten Ausschreitungen gegen jüdische Einwohner war es bereits 1933 gekommen. Von insgesamt 75 nach 1933 registrierten jüdischen Einwohnern konnten 42 emigrieren. Am 22. Oktober 1940 wurden elf jüdische Einwohner nach Gurs deportiert.

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