Im ehemaligen E-Werk gibt’s bald wieder eine Möglichkeit zum Weggehen.
Im ehemaligen E-Werk gibt’s bald wieder eine Möglichkeit zum Weggehen. (Foto: Bloss)
Verena Parage

Was könnte man sich nicht alles vorstellen im alten E-Werk: Erst recht, nachdem der Eigentümer mehrfach bekundet hatte, er arbeite an Nutzungskonzepten für das historische Gebäude, das seit über anderthalb Jahren leer steht. Jetzt gibt es Neuigkeiten: Ende des Monats wird dort eine Shisha-Lounge eröffnen.

Sertaç Gülenç hat gut zu tun. Im Hochparterre des ehemaligen E-Werks sieht es aus wie auf einer Baustelle. Wände, Boden, Toiletten, alles muss neu gemacht werden. Seit der Bun-Bun-Burger dort ausgezogen ist, waren die Räume quasi im Rohbauzustand. Gülenç arbeitet mit Hochdruck daran, dies zu ändern. Ende des Monats möchte er in den Räumen nämlichseine „Arena Club & Lounge“ eröffnen, eine Shisha-Lounge, in der auch Partys für Studenten geplant sind.

Der 30-Jährige bringt Erfahrung als Gastronom mit. Neun Jahre lang habe er in der Villinger Färberstraße die Café-Bar Fantasia betrieben, erzählt er. Sie ist inzwischen geschlossen. Jetzt wechselt er nach VS-Schwenningen, und sieht ein großes Potenzial in der Stadt, auch wegen der Studenten. „Schwenningen läuft viel besser als Villingen“, sagt er. Und über das alte E-Werk: „Ich war anderthalb Jahre hinter diesem Laden her.“ Sein Mietvertrag mit Gebäudeeigentümer Manfred Polzer laufe über fünf Jahre mit einer Option auf fünf weitere. Zunächst belegt er das Hochparterre. Allerdings befinden sich in der Etage darüber Räume eines früheren Restaurants, die noch umgebaut werden müssten. Die will er irgendwann mitnutzen, um dort die Studentenpartys zu veranstalten.

Vorher wäre ein Umbau erforderlich. Jetzt soll erst einmal das Café seinen Betrieb aufnehmen, „dann sehen wir weiter“, erklärt dazu Manfred Polzer. Er bestätigt allerdings, dass die Option besteht, dass Gülenç die Etage darüber noch dazu mietet. Das Untergeschoss des E-Werks ist an eine Spielothek verpachtet. Ganz oben befinden sich leer stehende frühere Büroräume. Derzeit sei eine Überlegung, ob daraus Studentenwohnungen werden könnten, sagt der Eigentümer.

Bezüglich des Parkplatzes hinter dem Gebäude stellt sich für ihn die Frage, ob man diesen vielleicht bebauen könnte. Für den Parkplatz hat allerdings auch Sertaç Gülenç Ideen. Sollte er eine Genehmigung bekommen, könnte er sich vorstellen, seine Gäste dort auf einer Terrasse zu bewirten oder während Fußballweltmeisterschaften Public Viewing anzubieten – in einem Zelt, wie schon zu Zeiten der Café-Bar Fantasia.

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