SERC bleibt nach Klatsche optimistisch

Matthias Plachta, der im Derby das 0:3 erzielte, ist hier am Puck. Den Wild Wings mit Marius Möchel (rechts) brachte es kein Glü
Matthias Plachta, der im Derby das 0:3 erzielte, ist hier am Puck. Den Wild Wings mit Marius Möchel (rechts) brachte es kein Glück, dass sie erstmals in dieser Saison in Rot aufliefen – ganz im Gegenteil. (Foto: Heinz Wittmann)
Heinz Wittmann

Erstmals in dieser Saison waren die Wild Wings in einem Spiel chancenlos. Das Derby gegen die Adler Mannheim ging mit 0:4 verloren. Trainer Niklas Sundblad bleibt dennoch weiter optimistisch.

In ihrem 15. Saisonspiel hatten die Wild Wings keine reele Siegchance. Es war die bislang höchste Niederlage des SERC in dieser Spielzeit. Erstmals in dieser Runde blieb die Sundblad-Truppe auch ohne eigenen Torerfolg.

Zwar hieß es 38 Minuten lang nur 0:0; das war aber auch das Beste aus Schwenninger Sicht. Die Mannheimer waren mental und auch physisch den Mannen vom Neckarursprung immer voraus. Sie münzten dies allerdings zunächst nicht in Tore um. Die Wild Wings schienen eigentlich nur knapp zwei Minuten, als sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen, überlegen. Das Powerplay war aber zu langsam und statisch. „Unser Powerplay hat nicht funktioniert, wir brauchen wieder Überzahltore“, klagte Stürmer Andreas Thuresson nach der Schlusssirene.

Im Powerplay hatte sich auch ganz besonders das erneute Fehlen von Tyson Spink negativ bemerkbar gemacht. Die Schwenninger hatten vergeblich gehofft, den 28-Jährigen Kanadier für das Derby frei zu bekommen. Der DEL-Disziplinarausschuss wies die Klage von Spink aber ab, beließ es bei zwei Spielen Sperre wegen eines angeblichen Stockstiches nach der Schlusssirene in München.

Markus Eisenschmid brachte die Adler endlich zum Ende des zweiten Drittels hochverdient in Front. Allerspätestens mit dem 0:2 durch Youngster Florian Elias in der 44. Minute war die Messe gelesen. In der Schlussphase der Partie schraubten Matthias Plachta und Nicolas Krämmer das Ergebnis noch in die Höhe. Während die Mannheimer ihre Tabellenführung ausbauten und sich gut gerüstet für das Topspiel am Freitag in München zeigten, fielen die Wild Wings mit der Niederlage erstmals aus den Play-off-Rängen. Allerdings ist im Kampf um Platz vier noch längst nichts verloren, sind die Schwäne doch praktisch gleichauf mit den Augsburger Panther.

„Wir haben jetzt vier Tage Zeit uns auf das wichtige Spiel gegen Nürnberg vorzubereiten“, sagt SERC-Coach Sundblad. Am Sonntag, 14.30 Uhr, empfangen die Schwenninger den Tabellenletzten Nürnberg Ice Tigers. „Zu jenem Spiel bekommen wir mit Tyson Spink, Dylan Yeo und Benedikt Brückner drei Mann zurück, dann sieht es auch personell wieder besser aus, ich bin optimistisch“, so der Schwede. Allerdings bekam Maximilian Hadraschek im zweiten Drittel einen Puck in die Kniekehle. Sundblad ist jedoch guter Dinge, dass der junge Stürmer am Sonntag auflaufen kann.

Vom Sportlichen zum Finanziellen: Die Europäische Union hat Ende Januar ihren Beihilferahmen erhöht. Dadurch wird die Obergrenze für staatliche Hilfsgelder, sogenannte Überbrückungshilfen, von 800 000 Euro auf 1,8 Millionen Euro pro Profisportklub angehoben. Die Wild Wings haben, wie die meisten anderen DEL-Klubs, bereits 800 000 Euro staatliche Coronahilfen erhalten. Nun könnte eine zusätzliche Million an die Klubs fließen. Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner gab sich allerdings auf Nachfrage unserer Zeitung zurückhaltend: „Ich habe diesbezüglich noch keine positive Rückmeldung erhalten. Ich kann aber sagen, dass die DEL mit anderen Sportverbänden entsprechende Fachanwälte und Steueranwälte eingeschaltet hat. Wir sind mit dem Finanzministerium in Berlin in Kontakt und hoffen, dass noch was kommt.“

Außer Frage steht für Sandner, falls die Wild Wings tatsächlich weitere staatliche Hilfsgelder erhalten, dass diese auch, wie vereinbart, den Spielern, die auf einen beträchtlichen Teil ihrer Gehälter verzichtet haben, zu Gute kommen.

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