Marc Eich

Viel Lob für ihre wertvolle Arbeit haben bei der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschuss die Schulsozialarbeiter erhalten. Auf Empfehlung des Amtes für Jugend, Bildung, Integration und Sport segneten die Ausschussmitglieder zudem eine neue Rahmenkonzeption ab, in der unter anderem Kriterien und Standards zum Stellenumfang an Schulen festgelegt werden sollen.

Grundsätzlich sei, so heißt es in der Vorlage für die Ausschussmitglieder, einen erhöhter Bedarf für Schulsozialarbeit wahrzunehmen – dies hinge mit dem Ausbau der Ganztagsschulen zusammen. Im laufenden Schuljahr gab es in Villingen-Schwenningen etwa 1850 Ganztagesschüler, auch hier sei die Tendenz steigend. Grundsätzlich möchte das zuständige Amt die Schulsozialarbeit zukünftig unabhängig von den Schularten gestalten, pro Schule soll außerdem vor dem Hintergrund einer einfacheren Abstimmung nur noch einen Träger tätig sein.

Hinsichtlich der neuen Rahmenkonzeption sei vor allem „das Wahrnehmen aktueller Entwicklungen sowie das Erkennen und Beobachten der Bevölkerungsstrukturen wie der demografische Wandel“ wichtig. Nur so könne eine geeignete Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung erreicht werden. Im Zuge der Neuausrichtung des Planungs- und Koordinierungsausschusses sei das Stadtgebiet in vier Zonen mit entsprechenden Zuständigkeiten aufgeteilt worden. Dadurch soll ein kleinräumiger Blick auf die Sozialräume erreicht werden.

Dank des einstimmigen Votums des Ausschusses wurden zudem sechs Stellen, die für die Schulsozialarbeit in den Vorbereitungsklassen für Flüchtlinge genutzt wurden, in den allgemeinen Schulsozialarbeitspool übertragen. Hintergrund sei, dass viele Schüler der Vorbereitungsklassen in die Regelklassen gekommen sind – somit sei ein erhöhter Bedarf an Schulsozialarbeit im Allgemeinen zu erwarten. Darüber hinaus ist die Zahl der Vorbereitungsklassen von 30 auf 24 gesunken.

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