Sie freuen sich über das Ergebnis (von links): Uwe Mühlbacher, Saskia Pätzold, Uwe Schondelmeier, stolzer Gewinner des Narrenba
Sie freuen sich über das Ergebnis (von links): Uwe Mühlbacher, Saskia Pätzold, Uwe Schondelmeier, stolzer Gewinner des Narrenbaums und Thomas Schlenker. (Foto: Schimkat)
Hella Schimkat

„Und der Baum geht an: Uwe Schondelmeier.“ Unter großem Hallo ist am Samstagnachmittag der Narrenbaum der Tännlelupfer auf dem Muslenplatz in VS-Schwenningen versteigert worden. Die beiden Obertännlelupfer Uwe Mühlbacher und Thomas Schlenker hatten sich auf der Schaufel eines Traktors in luftige Höhe lupfen lassen. Man will ja schließlich den Überblick behalten.

Selbstverständlich saßen sie gut gepolstert auf einem Sofa und nicht direkt auf der Schaufel. Hinter ihnen stand der Narrenbaum. Schön geschmückt mit Bändeln und Saublodern. Er brachte es auf die beeindruckende Höhe von 20,5 Metern. Den Baum habe den Tännlelupfern die Stadt gespendet. Sie hatten ihn dann im Narrenbaumwald, doch, so nenne sich der Wald, beteuerten Mühlbacher und Schlenker, geholt, entastet und geschmückt.

Duo schaut von oben auf rund 50 Bürger

Wohlwollend schaute das Führungsduo aus der Höhe auf gut 50 Bürger, die dem Wind und Nieselregen trotzten und mit Begeisterung für den Narrenbaum boten. „Wir versteigern auf amerikanisch. Das heißt immer ab zwei Euro, darunter geht nichts. Nach oben sind wir offen“, erklärten sie. Jeder, der bei einer Schnapszahl bot, erhalte einen Schnaps, fuhren sie fort. Dann ging es los. Die beiden Lehrbuben Uwe Schlenker und Michael Weber eilten mit dem Brett, auf dem die Schnäpsle (Williams) aufgereiht standen, von Bieter zu Bieter. Es war erstaunlich, wie viele Schnapszahlen es gab und dass einige glückliche Bieter mehrere Schnapszahlen ergatterten.

Lehrbuben schenken viele Schnäpse aus

„Und der Baum ist jetzt beim Schillerhof. Jetzt ist er beim Hanselvater und jetzt bei Peter Hellstern. Ja wo sind denn die Lehrbuben?“, schallte es vom Sofa herunter. Die Tännlelupfer-Lehrbuben waren richtig im Stress und kamen kaum nach, schließlich mussten sie auch immer wieder die Schnapsgläser volltanken. Nach und nach erhöhte sich das Tempo, denn der Preis für den Narrenbaum näherte sich der magischen 1000 Euro Grenze.

Die Obertännlelupfer schauten mal prüfend zum Himmel, der sich dunkel zuzog und Mühlbacher verkündete: „Der Baum ist verkauft für 1120 Euro und geht an Uwe Schondelmeier.“ Dieser freute sich riesig und berichtete, der Baum komme für zukünftige Lagerfeuer in den Garten. Er wurde ihm zwar von den Tännlelupfern zerlegt geliefert, aber auf dem Muslenplatz musste er das gute Stück selbst absägen. Der Erlös aus der Versteigerung der Fichte komme der Narrenzunft Schwenningen zugute, erklärte Mühlbacher.

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