Die Bundespolizei nimmt in Schwenningen eine Person in Gewahrsam.
Die Bundespolizei nimmt in Schwenningen eine Person in Gewahrsam. (Foto: Eich)
sbo und Marc Eich

Schlag gegen eine bundesweit agierende Schleuserbande: Unter anderem in Villingen-Schwenningen ist die Bundespolizei am Donnerstagmorgen mit starken Kräften angerückt, um mehrere Objekte zu durchsuchen.

In der Doppelstadt hatten die Ermittlungsbehörden ein Mehrfamilienhaus in VS-Schwenningen durchsucht und eine Person in Gewahrsam genommen. Die Beamten rückten am Morgen mit drei Kastenwagen und drei Zivilfahrzeugen an und hatten dabei ein Objekt ab der Ecke Mutzenbühl-/Römerstraße im Visier. In der Erdgeschosswohnungen durchsuchten die Beamten die Räumlichkeiten und beschlagnahmten dabei mehrere Beweisstücke. Außerdem wurde einer der Bewohner gegen 11 Uhr – zum Ende des mehrstündigen Einsatzes – abgeführt. Die Beamten der Bundespolizei vollstreckten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart darüber hinaus Durchsuchungsbeschlüsse in vier weiteren Bundesländern.

Wie einer Pressemitteilung zu entnehmen war, werden insgesamt zwölf Personen, hierunter eine deutsche und elf syrische Staatsangehörige, des gemeinschaftlichen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern in Tateinheit mit Missbrauch von Ausweispapieren verdächtigt.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war laut den Ermittlungsbehörden eine im Februar 2018 am Flughafen Stuttgart festgestellte unerlaubte Einreise, aus welcher sich der Verdacht des Einschleusens von Ausländern ergeben hätte. In Folge der weiteren Ermittlungen seien weitere Drittstaatsangehörige identifiziert worden, die mittels missbräuchlich genutzter Ausweispapiere in Deutschland eingereist waren. Bei den Durchsuchungen sind nach Angaben der Bundespolizei Mobiltelefone, Computer, Quittungen, Buchungsbestätigungen, Kontounterlagen und Ausweisdokumente sichergestellt worden. Auch einen Schlagstock habe man konfisziert. Die Auswertungen und Ermittlungen dauern an.

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