Die fünfköpfige Familie hat bei dem Brand in der Dattenbergstraße alles verloren.
Die fünfköpfige Familie hat bei dem Brand in der Dattenbergstraße alles verloren. (Foto: Eich)
sbo und Marc Eich

Das Schicksal der fünfköpfigen Familie, die bei einem Brand an Neujahr ihr gesamtes Hab und Gut verloren hat, bewegt die Doppelstädter. Der DRK-Ortsverein Schwenningen möchte nun Sachspenden entgegennehmen, um die Eltern sowie die drei Kinder in der schweren Zeit zu unterstützen.

Diese konnten, nachdem der Brand in ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Dattenbergstraße in Villingen ausbrach, quasi unverletzt ins Freie fliehen. Die 46-jährige Mutter musste zwar zunächst mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung im Klinikum untersucht werden, konnte dieses aber zeitnah wieder verlassen. Nach einer Betreuung durch den DRK-Ortsverein Villingen an der Unglücksstelle hatten die Einsatzkräfte die Familie in die Notunterkunft nach VS-Schwenningen gefahren.

Thomas Hofelich, Vorsitzender DRK-Ortsvereins Schwenningen, berichtet davon, wie noch in der Nacht die Fäden zusammenliefen, um die Unterstützung in dieser Ausnahmesituation zu sichern. „Die Polizeibehörde hat uns darüber informiert, dass die Familie quasi in Unterhose auf der Straße steht und sich natürlich im Moment auch nichts kaufen kann“, so Hofelich. Im DRK-Kleiderladen habe man deshalb entsprechende Kleidung für den Vater (53), die Mutter (46) sowie die beiden Töchter (15 und 16) sowie den Sohn (10) rausgesucht und auch Hygieneartikel wie Zahncreme und Duschgel zur Verfügung gestellt.

Derzeit befinde sich die Familie nach Informationen des Vorsitzenden weiterhin in der Unterkunft. Im Zuge der Berichterstattung über die dramatischen Folgen des Brandes, der für einen Sachschaden im sechsstelligen Bereich gesorgt hatte, meldeten sich auch zahlreiche Menschen, die der Familie mit Sachspenden helfen möchten. Der DRK-Ortsverein VS-Schwenningen nimmt deshalb für die betroffene Familie entsprechende Spenden entgegen.

Abgegeben werden können diese am Mittwoch, 7. Januar, in der Schwenninger DRK-Geschäftsstelle, Alleenstraße 3. Sie ist zwischen 8 und 12 Uhr besetzt, anschließend wird um eine telefonische Anmeldung gebeten. Thomas Hofelich ist am Wochenende und am Feiertag für Anfragen hinsichtlich der benötigten Spenden per E-Mail erreichbar.

Derweil laufen weiterhin die Ermittlungen zur Brandursache. Am Freitag hat sich ein Brandsachverständiger in der zerstörten Wohnung ein Bild von der dortigen Lage gemacht. Die Ermittlungen sollen die Frage beantworten, ob tatsächlich – wie von der Polizei vermutet – der Defekt einer elektrischen Weihnachtsbeleuchtung für den verheerenden Brand verantwortlich ist. Bisher wird davon ausgegangen, dass der Defekt für ein Entzünden der Gardinen im Wohnzimmer ausgelöst hat. Das Feuer griff anschließend rasend schnell auf das Mobiliar und große Teile der Wohnung über. Der Brand hatte für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt.

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