Reifenstecher gehen Polizei ins Netz

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 Die Jugendlichen hatten es auch auf Autoreifen abgesehen.
Die Jugendlichen hatten es auch auf Autoreifen abgesehen. (Foto: Eich)
Marc Eich

Ermittlungserfolg für die Polizei in Villingen: Nach einer Serie von Sachbeschädigungen an mehreren Fahrzeugen im Wohngebiet Goldenbühl sind die Täter den Beamten ins Netz gegangen.

Wie Polizeisprecher Michael Aschenbrenner erklärt, konnte für die Taten von Ende Februar bis Anfang März drei Jugendliche im Alter von 15, 16 und 18 Jahre ermittelt werden. Sie werden beschuldigt, insgesamt 25 Straftaten begangen zu haben. Nach Angaben der Polizei seien die Beamten des Reviers in Villingen dank eines gesicherten Schuhabdrucks am Tatort den drei Tätern auf die Spur gekommen. Im Fokus der Jugendlichen steht dabei ein 16-Jähriger, der den Beamten aufgrund seiner Vergangenheit bereits bekannt war. Gegen ihn hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen, er wurde bereits in Untersuchungshaft überführt.

Die Jugendlichen waren mit Zerstörungswut durch das Goldenbühl gezogen. So wurden in der Mannheimer Straße an drei Fahrzeugen Reifen zerstochen und an einem weiteren die gesamte Beifahrerseite zerkratzt. Nicht unweit hiervon, am Berliner Platz, hatten es die Täter darüber hinaus auf zwei weitere Reifen an einem abgestellten Wagen abgesehen. Für großen Sachschaden sorgten sie bei ihrem zerstörerischen Streifzug durch das Wohngebiet dabei in der Tiefgarage in der Berliner Straße. Hier wurden an drei Autos die Windschutzscheibe eingeschlagen und zwei weitere Fahrzeuge mutwillig beschädigt – vor den Reifen der beiden Autos platzierten die Jugendliche zudem Scherben. Den Sachschaden schätzte die Polizei zwischenzeitlich auf über 5000 Euro – aufgrund des großen Ausmaßes dürfte dieser noch höher liegen.

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