Großeinsatz am Schwarzwald-Baar-Center am Samstagabend. Offenbar weil ein Unbekannter Pfefferspray versprühte, werden 16 Person
Großeinsatz am Schwarzwald-Baar-Center am Samstagabend. Offenbar weil ein Unbekannter Pfefferspray versprühte, werden 16 Personen verletzt. (Foto: Eich)
Marc Eich

Offenbar versprühtes Reizgas hat am Samstagabend einen Großeinsatz der Rettungskräfte im Real-Markt des Schwarzwald-Baar-Centers in Villingen-Schwenningen ausgelöst. 16 Personen sind ersten Angaben zufolge verletzt worden, zwei von ihnen mussten ins Klinikum gebracht werden.

Gegen 20 Uhr wurde der integrierten Leitstelle mitgeteilt, dass zahlreiche Personen im Supermarkt im Gewerbegebiet „Auf Herdenen“ über Atemwegsreizungen klagen würden. Vermutet wurde zunächst, dass möglicherweise Gas austreten würden. Als die alarmierte Feuerwehr VS-Schwenningen am Einsatzort eintraf, herrschte im Markt reger Betrieb, woraufhin dieser evakuiert wurde. Im Bereich der Kassen traf die Feuerwehr zunächst auf die ersten Betroffenen – da sich die Zahl erhöhte, löste die Leitstelle den Alarm „Massenanfall an Verletzten“ aus. Daraufhin wurden zahlreiche Rettungskräfte aus dem gesamten Kreisgebiet an die Einsatzstelle alarmiert.

In diesem Zug beorderte man auch die Einsatzleitung des Schwarzwald-Baar-Kreises mit ihrem Einsatzleitwagen an das Center. „Wir sind dann mit einem Trupp unter Atemschutz in das Gebäude“, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Peter Kikstein. Die Messgeräte der Feuerwehr konnten jedoch keinerlei erhöhten Werte im Markt feststellen. Auch im Bereich des Getränkemarktes, bei dem sich keine Anlagen mit Gas befinden, hatten einige Kunden Reizungen zu beklagen. Vermutet wird deshalb, dass womöglich Reizgas versprüht wurde und für die große Zahl an Betroffenen verantwortlich war.

Dafür spricht auch, dass die Polizei in einem Mülleimer des Marktes eine Dose Pfefferspray gefunden hat. „Die ersten haben angefangen zu husten, dann war kurz ruhig – später kam ein zweiter Schwall“, berichtete ein Augenzeuge vor Ort. Die Personen wurden von den Kräften des DRK – unter anderem waren knapp zehn Rettungswagen und mehrere Notärzte sowie der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes vor Ort – betreut.

Zwei der Patienten mussten schließlich ins Klinikum gebracht werden. Sie wurden dort nach Angaben der Polizei ambulant behandelt. Der Einsatz konnte nach einer Stunde beendet werden. Ab 21.10 Uhr war der Real-Markt wieder geöffnet. Die Polizei, die mit mehreren Streifen vor Ort war, hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und

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