Jetzt kann der Schaden am Parkhaus des Klinikums endlich behoben werden.
Jetzt kann der Schaden am Parkhaus des Klinikums endlich behoben werden. (Foto: Kübler)
sbo und Natascha Kübler

Anderthalb Jahre nach dem spektakulären Unfall am Parkhaus des Schwarzwald-Baar-Klinikums in Villingen-Schwenningen klafft in der Gebäudewand noch immer ein Loch. Jetzt soll die kaputte Brüstung endlich wiederhergestellt werden.

So haben sich die Park Service Hüfner GmbH und die Versicherung der Unfallfahrerin endlich geeinigt. Laut Parkhaus-Geschäftsführer Frank Rothardt hat die Haftpflichtversicherung die Kostenübernahme bestätigt. „Das Formale ist erledigt“, berichtet er. Die Park Service Hüfner GmbH ist sowohl Inhaberin als auch Betreiberin des Parkhauses. Ein Termin für den Beginn der Arbeiten stehe noch nicht fest, so Rothardt. Er ist jedoch froh, dass es in der Sache endlich vorangeht. Der Vorfall sei schließlich ewig her und: „Solche vermeintlich kleinen Sachen sind ein Riesen-Ärgernis.“

Versicherung zu teuer

Doch warum hat der Parkhausbetreiber nicht früher eine Firma mit der Instandsetzung beauftragt? „Wir können als Geschädigter auch nicht in Vorleistung gehen“, meint Rothardt. Die Park Service Hüfner GmbH habe Züblin, also den Baukonzern, der das Gebäude vor sechs Jahren errichtet hat, beauftragen wollen. Das sei der Versicherung der Unfallverursacherin aber zu teuer gewesen, berichtet der Geschäftsführer weiter. Nun sei eine kostengünstigere Firma beauftragt worden.

Bei dem Unfall im April 2018 hatte eine damals 38-jährige Autofahrerin Gaspedal und Bremse verwechselt. Ihr Auto war daraufhin gegen die Parkhausbrüstung gedonnert, hatte diese durchbrochen und war aus dem zweiten Stockwerk rund sieben Meter in die Tiefe gestürzt. Der Wagen war auf dem Dach gelandet, Fahrerin und Beifahrer blieben unverletzt. Ihr Hund Chanel erlitt jedoch einen Schock und rannte weg – von dem Vierbeiner fehlt bis heute jede Spur.

War sie zu schnell?

Ob die Unfallverursacherin zu schnell unterwegs war, bleibt bis heute unbeantwortet. „Das spielt letzten Endes keine Rolle“, erklärt der Parkhaus-Geschäftsführer. So oder so habe die Schuldigkeit bei der Fahrerin und somit bei ihrer Versicherung gelegen, ist er überzeugt. Und das sei auch von der Versicherung anerkannt worden.

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