Mehr als 4000 Zuschauer lockt das Spiel der Wiha Panthers in die Helios-Arena. Für die Verantwortlichen ist es „eine super Sach
Mehr als 4000 Zuschauer lockt das Spiel der Wiha Panthers in die Helios-Arena. Für die Verantwortlichen ist es „eine super Sache“. (Foto: Kienzler)
sbo und Michael Pohl

Es war das Spiel des Jahres für die Wiha Panthers, die am Samstag erstmals in der Helios-Arena spielten. Der Sieg gegen Tübingen war jedoch nur das sportliche i-Tüpfelchen auf eine „super Veranstaltung“, wie Panthers-Geschäftsführer Frank Singer resümiert.

Seit einem halb Jahr fieberten die Wiha Panthers diesem Tag entgegen: Erstmals durften die Basketballer ein Spiel in der Helios-Arena austragen und spielten damit gleich vor etwa viermal so vielen Zuschauern als sonst in der Deutenberghalle. Während Trainer Alen Velcic schon nach dem Spiel betonte, dass diese Riesenkulisse zeige, dass Basketball in der Stadt salonfähig sei, zeigte sich Geschäftsführer Frank Singer am Montag ebenfalls sehr zufrieden. „Das war eine super tolle Veranstaltung. Wir haben rundum nur Lob bekommen.“ Das sei auch der Verdienst der Mitwirkenden. So hätte die SERC-Jugend „super professionell“ die Kioske betrieben und die Zuschauer mit Essen und Getränken versorgt. Und auch im VIP-Bereich seien die Gäste sehr zufrieden gewesen.

Doch nicht nur während der Veranstaltung selbst lief laut Singer alles glatt. „Der Auf- und Abbau war beeindruckend. Das was die Verantwortlichen da geleistet haben, war phänomenal und zeitweise fast nicht mehr menschlich“, lobt Frank Singer. Viel Zeit für den Umbau der Helios-Arena blieb wahrlich nicht. Noch am Donnerstagabend spielten die Schwenninger Wild Wings auf eisigem Untergrund gegen die Adler Mannheim und bis Freitagmittag sollte das Eis abgedeckt und der Parkettboden für die Basketballer verlegt sein. Ein gelungener Ablauf, der Singer auch wenige Tage danach noch fasziniert.

Sponsorenstreit ungeklärt

Beim ersten Pressegespräch Ende August träumten die Panthers-Verantwortlichen von einer ausverkauften Halle und rund 6000 Zuschauern. Diese Zahl wurde um etwa 2000 Besucher verfehlt. War das Ziel zu hoch gesteckt? „Ich denke nicht. Ich glaube, wenn wir und Tübingen in der Tabelle (Tübingen ist 9., Schwenningen 13.) besser dastehen würden, wären auch mehr Zuschauer gekommen“, schätzt Singer. Zudem hätten sich die Schwenninger gerne „noch mehr auf das Marketing konzentriert“, wie Singer sagt. Das sei allerdings aufgrund der Nebenschauplätze nicht möglich gewesen. Damit spricht der Panthers-Geschäftsführer den Sponsorenstreit mit den Schwenninger Wild Wings an. Dieser war im November eskaliert und öffentlich bekannt geworden. Das damals angekündigte Schlichtungsgespräch zwischen den Beteiligten hat es laut Singer nie gegeben. „Nach der 20. E-Mail kurz vor Weihnachten habe ich dann nicht mehr reagiert.“ Obwohl sich der schriftliche Austausch zwischen beiden Parteien permanent hochgeschaukelt habe, sei es zu keinem Telefonat oder Gespräch gekommen, zeigt sich Singer enttäuscht.

Diese Nebenschauplätze und das „Geknirsche im Hintergrund“ müssten aus seiner Sicht definitiv aus dem Weg geräumt werden, um nochmals ein Spiel in der Helios-Arena auszutragen. Passiert das, dann spräche da überhaupt nichts dagegen. Einen konkreten Termin, wann eine Wiederholung stattfinden könnte, gibt es demnach noch nicht. „Wir hatten ursprünglich mal daran gedacht, sollten wir die Playoffs erreichen, dass wir dann wieder in der Arena spielen. Aber das ist alles sehr vage.“

Frank Singer nennt zum einen die eigene sportliche Situation, die hinter die Playoffs momentan natürlich ein Fragezeichen stellt, bezieht sich aber auch auf die unklaren Umbaupläne für die Helios-Arena. „Es kann ja sein, dass die Helios-Arena zur Playoff-Zeit eine Baustelle ist“, so Singer. Die Erkenntnisse aus dem vergangenen Spiel seien allerdings ein großer Gewinn für die Zukunft. „Wir werden ein solches Spiel nicht von heute auf morgen organisiert bekommen, aber ein halbes Jahr wie für diese Partie brauchen wir mit unseren Erfahrungen bestimmt auch nicht mehr.“

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