Die Oldtimer locken viele Zuschauer an die Junghans-Villa im Warenbachtal.
Die Oldtimer locken viele Zuschauer an die Junghans-Villa im Warenbachtal. (Foto: Niggemeier)
Michael Niggemeier

Wie in frühere Zeiten zurückversetzt, fühlte man sich, als man am Samstag in die lang gezogene Einfahrt zur Junghans-Villa im Warenbachtal in Villingen lief. Dutzende Fahrzeuge aus vergangen Tagen standen vor der dazu passenden altehrwürdigen Villa.

Mit knatternden Motoren fuhren immer mehr Oldtimer auf und folgten somit dem Aufruf von Joachim Müller zur Villingen Historic 2018. Die Teilnehmer waren aus der ganzen Region angereist. Und schnell war klar, dass die meisten teilnehmenden Autos ein VS-Kennzeichen hatten. Dies zeige, wie viele „Liebhaber es in Villingen-Schwenningen gibt“, betonte Müller.

Nachdem jedes Fahrzeug seine zugewiesene Position gefunden hatte, startete die Fahrerbesprechung in der Junghans-Villa. Schließlich sollte jeder den Weg der insgesamt 160 Kilometer langen Strecke finden. Aufgeteilt in vier Etappen wurden die einzelnen Abschnitte durchgesprochen, aufkommende Fragen beantwortet und die Besonderheiten der Strecke erklärt. Halt wurde unter anderem beim neuen Thyssen-Krupp Testturm in Rottweil gemacht oder am Stausee in Schömberg bei Balingen.

Da die Veranstaltung dieses Jahr das erste Mal stattfand, sei es ein „Probegalopp“ gewesen. Für das nächste Jahr sind die Hauptorganisatoren, Joachim Müller und Jörg Messerschmidt, aber auf Grund der großen Resonanz zuversichtlich, dass die Veranstaltung wieder stattfindet. Dort sei dann eine zweitägige Ausfahrt mit den Oldtimer-Begeisterten geplant. Auf die Fahrerbesprechung folgte das, worauf inzwischen viele vor der Villa Interessierte gespannt warteten, die große Fahrzeugschau. Hierbei fuhr jedes Fahrzeug die Auffahrt hoch und Joachim Müller erläuterte die Daten.

Das älteste Auto an diesem wunderschönen Samstag war aus dem Jahr 1936, doch auch dieser Oldtimer war wie alle anwesenden Fahrzeuge top in Schuss und man sah, mit wie viel Liebe die Autos von ihren aus allen Altersklassen stammenden Besitzern gepflegt werden. Unter großem Applaus machte sich das erste Fahrzeug, gefahren von Jörg Messerschmidt, auf die erste 50 Kilometer lange Etappe. Viele interessierte Oldtimer-Freunde hatten den Weg an diesem Morgen zur Junghans-Villa im Villinger Warenbachtal gefunden. Manch einer kam angesichts der besonderen Fahrzeuge gar nicht mehr aus dem Staunen heraus und wäre am liebsten mit eingestiegen und mitgefahren.

Schließlich wurde das Auto des Gastgebers vorgestellt, ein Jaguar MK2 mit dem Baujahr 1961. Hiermit war der freie Architekt erst vor kurzem ohne Probleme bis nach Meran in Südtirol gefahren. Dieser Jaguar war auch das letzte Fahrzeug, das an diesem Vormittag vom Hof rollte und sich auf den Weg machte. Nach der anschließenden mehrstündigen Ausfahrt hieß es für die Fahrer, sich wieder zurück zum Startpunkt zu begeben. Bei milden Temperaturen ließen die vielen begeisterten Fahrer und Beifahrer den tollen organisierten Tag bei einer „Drivers Party“ ausklingen.

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