Wie viel Geld gibt die Stadt für den Weihnachtsmarkt aus? Die Hütten ums Villinger Münster und anschließend in Schwenningen öf
Wie viel Geld gibt die Stadt für den Weihnachtsmarkt aus? Die Hütten ums Villinger Münster und anschließend in Schwenningen öffnen in gut drei Monaten. (Foto: Kienzler)
Cornelia Spitz

Alle Jahre wieder sind in Villingen und Schwenningen die Weihnachtsmärkte. Und alle Jahre wieder wird auch der jährliche Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro von der Stadt an die Messegesellschaft gewährt als Unterstützung für die Ausrichtung der Weihnachtsmärkte. Doch nun rieb sich mancher Gemeinderat dann doch verwundert die Augen: Bezahlt die Stadt unterm Strich sogar mehr als das Doppelte dieser Summe?

Manchmal stehen interessante Informationen eben zwischen den Zeilen. Auf solch eine wurde Bertold Ummenhofer (Freie Wähler) am Mittwoch in der Sitzung des Verwaltungs- und Kulturausschusses aufmerksam.

Im Controllingbericht der Verwaltung für das Jahr 2017 ist eine Summe versteckt, die Ummenhofer auf den Plan rief: 41 000 Euro, deklariert als Personal- und Sachkosten für den Weihnachtsmarkt. Woher kommt diese Summe? Und warum wird diese bezahlt, wenn doch eigentlich davon auszugehen und auch immer betont worden war, dass Villingen-Schwenningen von der Messegesellschaft für den jährlichen Zuschuss über 30 000 Euro zwei tolle Weihnachtsmärkte bekommt? „Das kann doch nicht sein, dass wir das an jemanden abgeben, dafür einen Zuschuss bezahlen und dann auch noch eine Rechnung begleichen!“, wetterte Ummenhofer. In anderen Städten sei mit der Zahlung solcher Zuschüsse der Fall erledigt, deshalb sehe er nicht ein, dass die Stadt Villingen-Schwenningen darüber hinaus von der Messegesellschaft bezahlte Rechnungen in Sachen Weihnachtsmarkt einfach bezahle. Der 41 000 Euro zusätzliche Posten wäre immerhin mehr als der gewährte Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro.

Die Verwaltungsspitze gab sich ob dieser offensiven Nachfrage äußerst knapp und einsilbig, versprach, den Vorgang zu prüfen – das seien wohl, so die erste Erklärung, die Kosten für das Auf- und Abbauen der Hütten. In den Augen vieler Gemeinderäte jedoch standen trotzdem dicke Fragezeichen: Sind die Weihnachtsmärkte am Ende durchs Hintertürchen doch teurer als gedacht? Und geht das schon seit dem Jahr 2013 so, als die Messegesellschaft die Ausrichtung der Veranstaltungen übernommen hatte? Die Ausrichtung der Weihnachtsmärkte ist teuer. Veranstalterin Stefany Goschmann von der Messegesellschaft bezifferte den Aufwand für zwei über die Region hinausstrahlende Märkte im Jahre 2013 mit 200 000 Euro.

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