Noch in diesem Jahr soll’s losgehen

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 Die Fugen und das Pflaster auf dem Münsterplatz in Villingen sollen bald saniert werden, damit Stolperfallen der Vergangenheit
Die Fugen und das Pflaster auf dem Münsterplatz in Villingen sollen bald saniert werden, damit Stolperfallen der Vergangenheit angehören. (Foto: Eich)
sbo und Marc Eich

Die Sanierung des Villinger Herzstücks soll noch in diesem Jahr starten. Doch zunächst muss der Gemeinderat die 1,3 Millionen Euro teure Maßnahme auf dem Münsterplatz durchwinken.

Die Notwendigkeit, die Stolperpiste rund um das Villinger Münster zu beseitigen, sieht man bei der Stadt schon lange – was die Umsetzung der Maßnahme betrifft, da war man sich unter anderem im Technischen Ausschuss hingegen noch nicht gänzlich einig. So mussten die Stadträte schlucken, als im vergangenen Herbst eine Beschlussvorlage auf den Tisch gelegt wurde, die mit Kosten von über fünf Millionen Euro für Aufsehen sorgte. Doch diese Kostendimension ist mittlerweile vom Tisch. Denn in der Ausschusssitzung im November sprach man sich mehrheitlich dafür aus, unter anderem auf versenkbare Elektranten und Festverteiler zu verzichten.

Deren Einbau hätte Unsummen verschluckt – Kosten, die die Stadträte als nicht notwendig ansahen. Stattdessen sollte der Fokus auf die Oberflächensanierung gelegt werden. Diesem Wunsch kam die Stadt nun nach und bittet den Gemeinderat (1. April) um Genehmigung einer Sanierung, die mit Kosten in Höhe von 1,3 Millionen deutlich günstiger veranschlagt ist. Die Kosten sind bereits im städtischen Haushalt vermerkt. Die Vorlage, über welche der Technische Ausschuss am 24. März berät, macht jene Notwendigkeit nochmals deutlich. Demnach ist das Fugenmaterial durch mechanische Belastungen aber insbesondere Witterungseinflüsse großflächig beschädigt. Fußgänger, ältere Menschen mit Rollatoren aber auch Eltern mit Kinderwagen können dies bestätigen.

Aufgrund der fortgeschrittenen Schäden sei eine Sanierung auf dem gesamten, 4600 Quadratmeter großen Platz notwendig. Auf dem Plan steht außerdem eine Oberflächenbehandlung, wobei die Oberfläche eben und rutschfest werden soll. Dabei soll als barrierefreie Wegeverbindung ein Rundweg um das Münster mit entsprechenden Verbindungen zu den Eingängen wichtiger Gebäude angelegt werden. In der Tiefe werden dabei keine Arbeiten stattfinden.

So seien alle Versorgungsträger angefragt – der Austausch oder Neubau von Leitungen sei jedoch nicht geplant. Der Zeitplan sieht derweil vor, dass Ausschreibung und Bau der Fugensanierung in diesem Jahr durchgeführt werden. Beginn soll dabei auf der Südseite in Richtung Rietstraße sein, dort sind die Schäden demnach am gravierendsten. Die Arbeiten werden aber mehrmals unterbrochen. So für eine Veranstaltung zwischen dem 20. und dem 25. Mai, aber ebenso für das Fest „9 am Münster“. Ab Mitte Juli kollidieren die Arbeiten außerdem mit der Glockensanierung im Nordturm des Münsters, welche das erzbischöfliche Bauamt der Diözese Freiburg gemeinsam mit der Münsterpfarrei anstrebt. Je nach Witterungsverlauf erfolgt der Abschluss der Fugensanierung, so die Hoffnung der Stadtverwaltung, im Frühjahr 2021.

Damit aber noch nicht genug. Denn nach einer Ausschreibung im Herbst 2020 wird auch die Oberflächenbehandlung der fußläufigen Verbindung angestrebt, wie in der Beschlussvorlage vermerkt. Noch vor dem Winter sollen dann diesbezüglich in Teilbereichen bereits erste Arbeiten stattfinden. Je nach Bauverlauf der Fugensanierung rechnet die Stadtverwaltung mit dem Abschluss der Oberflächenbehandlung im Sommer 2021.

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