Ausgerutscht: Für die Schwenninger Wild Wings, rechts Marc El-Sayed, ging die Niederlagenserie gegen die Straubing Tigers (link
Ausgerutscht: Für die Schwenninger Wild Wings, rechts Marc El-Sayed, ging die Niederlagenserie gegen die Straubing Tigers (links Fredrik Eriksson) und bei den Eisbären Berlin weiter. (Foto: direvi)

Der gewünschte Impuls nach der Entlassung von Coach Pat Cortina ist ausgeblieben. Unter Interimstrainer Jürgen Rumrich holten die Wild Wings in der Deutschen Eishockey-Liga keinen Punkt. Kapitän Simon Danner fällt länger aus.

Der 2:5-Heimniederlage gegen Straubing folgte ein 3:5-Spielverlust in Berlin. Sportmanager Jürgen Rumrich, der nach dem Rausschmiss von Cortina die Mannschaft als Interims-trainer führte: „Wir haben nach dem schnellen 0:2-Rückstand in Berlin Charakter gezeigt und die Partie gedreht. Leider haben wir aber wieder unglückliche Tore bekommen. Wir gehen vermeintlich mit 4:3 in Führung, die Schiedsrichter geben das Tor nicht, wobei Giliati den Torwart wohl schon behindert hat, kriegen aber im Gegenzug so ein unglückliches Ding.“

Am System habe er im Vergleich zu Cortina fast nichts geändert. „Nur Kleinigkeiten, beispielsweise in Überzahl, wo wir mit fünf Stürmern agiert haben“, erklärt Rumrich. Der Impuls der Trainerentlassung ist am Neckarursprung verpufft. „Natürlich habe ich mir mehr gewünscht. Wir wollten dieses Wochenende einige Punkte einfahren“, so der 50-Jährige.

Jetzt ist erst einmal Deutschland-Cup-Pause. Stürmer Mirko Höfflin geht zur Nationalmannschaft, die von Donnerstag bis Sonntag erstmals in Krefeld gegen Russland, Schweiz und die Slowakei den Deutschland-Cup spielt. Bei den Wild Wings fängt das Training wieder am Montag, 12. November, an. Bis dahin will Rumrich einen neuen Trainer präsentieren. Bewerbungen gibt es schon viele für den Cheftrainerposten in Schwenningen. Unter anderen würde der Kanadier Bob Burns gerne wieder das Zepter bei den Wild Wings übernehmen. Und noch ein interessanter Name schwirrt um die Helios-Arena: Bill Stewart. Der 61-jährige Italokanadier kann allerdings Deutsch und kennt die DEL bestens. Stewart ist momentan lediglich als Scout bei den Adler Mannheim mit eingebunden. Der als „harter Hund“ und Verfechter des Offensiveishockeys bekannte Stewart, trainierte außer Mannheim auch schon Krefeld, Köln, Hamburg und Straubing in der DEL. 2001 wurde er mit den Adler Mannheim deutscher Meister.

„Zu einzelnen Namen werde ich mich nicht äußern“, sagt Rumrich und betont, „dass noch völlig offen ist, wer unser neuer Trainer wird.“ Man sei auch weiterhin gewillt, einen neuen „Top-Spieler“ zu verpflichten. „Wir wollen jetzt aber erst einen neuen Trainer holen, der soll dann auch mitentscheiden, welchen neuen Spieler wir holen.“

Danner fällt verletzt aus

Für die Wild Wings geht es am Donnerstag, 15. November, mit einem Heimspiel gegen München weiter. Neben dem langzeitverletzten Stürmer Markus Poukkula wird dort aber auch Simon Danner fehlen. Der SERC-Kapitän bekam am Sonntag in Berlin einen Check und verletzte sich an der Schulter. Danner fällt laut Rumrich zwei bis drei Wochen aus.

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