Die Canstatter und Besigheimer Straße sollen zu einem Ringstraßensystem umgebaut werden.
Die Canstatter und Besigheimer Straße sollen zu einem Ringstraßensystem umgebaut werden. (Foto: sbo)
sbo

Während derzeit das Wohngebiet Eschelen auf dem ehemaligen Klinikgelände zum Leben erweckt wird, steht in Schwenningen bereits die nächste Erschließung an: Strangen II wird geplant.

Schon in der November-Sitzung des Technischen Ausschusses hatten die Stadträte grünes Licht für den entsprechenden Aufstellungsbeschluss der noch unbebauten, bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzten Fläche gegeben, die westlich an das bestehende Wohngebiet Strangen anschließt.

Denn, so heißt es in der Vorlage: Der Bedarf an Wohnbauflächen in Schwenningen ist weiterhin gegeben, Strangen und Steinkirch II aber mittlerweile vollständig „aufgesiedelt“.

„Es gibt sonst keine Chance auf Bauplätze“, weiß auch Gregor Braun von der gleichnamigen Stadtentwicklung GmbH, der nach dem Villinger Welvert und den großen Schwenninger Baugebieten Strangen, Steinkirch I und II sowie Eschelen nun die nächste Planungsmöglichkeit ausschöpfen möchte.

Kritik und geschlossene Enthaltungen bei der Abstimmung hatte es in der Ausschuss-Sitzung dennoch vonseiten der Grünen gegeben: Da seit 1. Januar die Möglichkeit, Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren für die Wohnnutzung einzubeziehen, gestrichen ist, wurde Strangen II, ebenso wie andere Plangebiete im Außenbereich, noch vor dem Jahreswechsel ohne Umweltprüfung auf die Tagesordnung genommen. Die Möglichkeit des verkürzten Verfahrens sieht die Stadt hingegen als Instrument an, „um dem steigenden Druck auf dem Wohnungsmarkt entgegenzuwirken“.

Die Entwicklung der rund 1,98 Hektar großen Fläche bringe die Ergänzung der bestehenden Wohnbebauung. Hierzu soll laut Verwaltung in Komplettierung der Erschließungsstruktur die Canstatter und Besigheimer Straße zu einem Ringstraßensystem umgebaut werden. Wie schon beim Wohngebiet Strangen sollen hier Einfamilienhäuser sowie Richtung Nordring Reihenhäuser entstehen. Rund 50 Grundstücke werden einmal zur Verfügung stehen, berichtet Gregor Braun. Und schon jetzt gebe es mehr als 100 Interessenten. Braun ist froh, dass das Gebiet nochmal um zwei Flurstücke erweitert wurde.

Nachdem der Aufstellungsbeschluss nun durch ist, hofft der Stadtentwickler, dass der Gemeinderat auch den weiteren Verfahren zustimmen wird. Jetzt sei man in der Planung, dann komme der Offenlagebeschluss. Wenn alles nach Wunsch läuft, könne sogar noch vor der Sommerpause ein Satzungsbeschluss gefasst werden, blickt Braun in die Zukunft des gerade angelaufenen Jahres. „Danach können wir mit der Erschließung anfangen. Die Tiefbaufirma ist schon bereit.“

Dabei gilt es, ein paar Hürden zu meistern: Denn auf dem unbebauten Areal stehen Streuobstwiesen, die im neuen Bebauungsplan als erhaltenswürdig verankert seien, sagt der Stadtentwickler. Ebenso wird der Untergrund nicht einfach zu handeln sein: Dort gebe es schweren Fels, der vor Ort aufbereitet und als Baumaterial wiederverwendet wird.

Gregor Braun ist dennoch optimistisch. Er geht davon aus, dass in rund anderthalb Jahren die finale Bebauung in Angriff genommen werden kann und mit Strangen II ein neues attraktives Wohngebiet entsteht.

Meist gelesen in der Umgebung

Mehr zum Thema

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen