Neues Domizil füllt sich mit Leben

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 Setzen zum Endspurt im Stüble „Zur hoorige Katz“ (von links): Generalfeldmarschall Dominik Schaaf, Ordensverwalter Klaus Quandt
Setzen zum Endspurt im Stüble „Zur hoorige Katz“ (von links): Generalfeldmarschall Dominik Schaaf, Ordensverwalter Klaus Quandt, Patrick Walch, Aspirant im Vorstandsteam, Bauleiter Sébastien Gambin und Ehrenvorsitzender Volker Heizmann (vorne), die zusammen mit weiteren Helfern seit Monaten beim Ausbau des neuen Domizils der Katzenmusik anpacken. (Foto: Zieglwalner/sbo)
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Letzte Nachtschichten und ein mit Arbeit ausgefülltes Wochenende liegen vor dem Bautrupp der Villinger Katzenmusik: Nächste Woche weiht der Verein sein neues Domizil im Riet ein. Und pünktlich zur Fasnet steht das Stüble „Zur hoorige Katz“ allen närrischen Besuchern offen.

Ob der neue Boden, die frisch geflieste Küche, die eingebaute Bühne oder die Decken in hellem Weiß, viel hat sich in der Seniorenbegegnungsstätte beim Romäusturm getan, die auch dem Katzenmusikverein Miau zur Verfügung steht. In einem Kraftakt habe der Verein den Umbau geschultert, erklärt Generalfeldmarschall Dominik Schaaf, der selbst noch erstaunt ist, was die Helfer in dem einen Jahr alles geleistet haben. Erst im Mai hatte er den Mietvertrag mit der Stadt unterschrieben, dann musste es mit Finanzierung und Planung schnell gehen, um das ehrgeizige Ziel umsetzen zu können, die Fasnet 2020 im eigenen Stüble zu feiern.

Im September standen die ersten Arbeitseinsätze an. Und da seien sie auf manche Überraschung gestoßen, schildert Schaaf die Schwierigkeiten, die sich bei der Sanierung eines solch alten Gebäudes ergeben können. Manchmal seien die Nerven blank gelegen, gibt Schaaf zu, doch jetzt ist der Verein auf der Zielgeraden eingetroffen, und der Generalfeldmarschall zeigt sich glücklich, auf dieses Team bauen zu können. Diese Leistung sei beeindruckend, zumal viele Mitglieder in diesem Zeitraum auch in den Bau der Ballkulissen und der Umzugswagen eingespannt waren. „Ich bin stolz, dass wir das gemeinsam geschafft haben“, betont Schaaf.

Bei jedem Einsatz hätten fünf bis zehn Helfer angepackt, gerade auch viele jüngere Mitglieder und Musiker der Stadtharmonie, freut er sich über den Zusammenhalt der beiden Vereine. Froh ist er über die vielen Sponsoren, die mit Spenden zur Realisierung des Projekts beitragen – und über das Engagement der Handwerker, die sich tatkräftig auf der Baustelle und mit Materialspenden einbrachten. Einige Firmen hätten Arbeitskräfte bereit gestellt. „Diese ehrenamtliche Unterstützung ist nicht selbstverständlich.“

Ebenso lobend äußert sich Schaaf über die Zusammenarbeit mit der Stadt, die dem Verein bei der Genehmigung und baurechtlichen Fragen zur Seite gestanden sei und alles auf schnellstem Weg erledigt habe. Diese Rückendeckung von allen Seiten habe es ermöglicht, dass die Sanierung voll im Zeitplan liegt und der Verein zum Endspurt ansetzen kann.

Der Einbau der Küche stehe beispielsweise noch an, erläutert Patrick Walch von der Baumannschaft. Die Elektrik sei bereits im ganzen Gebäude erneuert, die sanitären Anlagen komplett saniert und die Wände verputzt. Geplant sei noch der Einbau einer Trennwand, um ihn beispielsweise für Besprechungen und Ratssitzungen zu teilen, erläutert Walch. Und im Keller seien genügend Lagerflächen für die Bewirtung vorhanden.

Die Feuertaufe steht jetzt an. „Volldampf bis Aschermittwoch“ will die Katzenmusik in ihrem Stüble geben, verspricht Schaaf. Toll sei es, dass mit Heinz Gabriel der alte Stüblewirt erneut die Verantwortung übernehme. Kenne er doch viele Gäste und Gruppen und habe Erfahrung bei der Einteilung des Personals, das gerade an der Fasnet bis spät in die Nacht gefordert sei.

Sicherlich füllt sich das Domizil schnell mit Leben. Auch im Trubel lohnt sich ein Blick auf die Details. Alte Mauersteine oder ein Wandbild verleihen dem Raum ein besonderes Flair. Und an einigen Ecken taucht das Logo des Stübles auf: Ein schwarzer Kater schmückt den mit Glas gestalteten Eingang ebenso wie alte Holzfässer.

Pünktlich zur Villinger Fasnet eröffnet der Katzenmusikverein Miau das neue Domizil im Riet. Der Betrieb im Stüble „Zur hoorige Katz“ startet am Mittwoch, 19. Februar, um 18 Uhr. Am Schmotzige Dunschtig, 20. Februar, geht es um 11 Uhr los, abends ist Kneipenfasnet. Am Fasnet-Samschtig, 22. Februar, ist von 10 bis 14 Uhr geöffnet, die Buttons für die Kneipenfasnet ab 18 Uhr sind ausverkauft. Am Fasnet-Sunntig, 23. Februar, geht es von 11 bis 14 Uhr weiter. Nach den Umzügen der Katzenmusik ist am Mentig, 24. Februar, jedermann ab 10.30 Uhr im Stüble willkommen, ebenso am Fasnet-Dienschtig, 25. Februar, ab 12 Uhr.

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