Sie wollen nicht locker lassen (von links): Schriftführer Matthias Jakob, GEB-Vorsitzender Srdjan Zivkovic, Stellvertreter Mich
Sie wollen nicht locker lassen (von links): Schriftführer Matthias Jakob, GEB-Vorsitzender Srdjan Zivkovic, Stellvertreter Michael Osburg. (Foto: : sbo)
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Die erste Sitzung des Gesamtelternbeirats (GEB) der Kitas in der Doppelstadt hatte es zugleich in sich: Auf der Tagesordnung standen zwei Punkte, die für Zündstoff sorgen. Denn neben der Kritik am neuen Punktesystem zur Vergabe der Kita-Plätze ist den Eltern insbesondere die angedachte Erhöhung der Gebühren für die Kindertagesstätten ein Dorn im Auge.

Angeprangert wurde hinsichtlich des Punktesystems, über welches mithilfe einer Abfrage gewisser Kriterien festgestellt werden soll, welche Familien am dringensten Betreuungsplätze benötigen, insbesondere die Transparenz. Dies betonte unter anderem der stellvertretende GEB-Vorsitzende Michael Osburg. Für die Eltern sei beispielsweise nicht ersichtlich, an welcher Stelle sie nach der Punktevergabe bei der Warteliste stehen würden. „Es ist unklar, wie viele Punkte man für einen Platz braucht und ob das für alle Kitas gleich ist“, kritisierte Osburg.

Ein Vater stellte das gesamte System in Frage: „Wenn die Angaben für das Punktesystem nicht überprüft werden, macht es keinen Sinn.“ Diesen Aufwand könne die Verwaltung gar nicht leisten. Osburg: „Das Punktesystem ist sehr anfällig und vor Gericht zum Teil nicht haltbar.“

Weiter wurde kritisiert, dass bereits frühzeitig eine Arbeitgeberbescheinigung mit der Zahl der Arbeitsstunden gefordert wird – oft zu einem Zeitpunkt, zu dem es gar nicht klar sei, wie viel die Eltern beim Wiedereintritt in das Berufsleben wirklich arbeiten können. Gefordert wird darüber hinaus, dass der Geschwisterbonus sofort geltend gemacht werden kann und nicht erst ab dem dritten Lebensjahr.

All diese Punkte und jene, die über die Kindertageseinrichtungen und die Eltern an den GEB herangetragen wurden, sollen nun bewertet und dann an die Stadtverwaltung übergeben werden – zugleich auch mit Verbesserungsvorschlägen für eine mögliche Überarbeitung.

Keinerlei Verständnis zeigte man darüber hinaus für die geplante Erhöhung der Kindergartengebühren. So lehne der GEB weiterhin jede Erhöhung ab. Eine Erhöhung würde den Mittelstand am härtesten treffen und dafür sorgen, dass Eltern sich die Betreuung der Kinder nur dank Nebenjobs leisten könnten, so Osburg. Natürlich seien die Kita-Gebühren in den umliegenden Gemeinden zum Teil höher, dort gäbe es jedoch auch niedrigere Lebenshaltungskosten "und die Kitas befinden sich auf einem hohen Niveau“.

Die anwesenden Eltern waren sich deshalb einig, dass den Gemeinderäten aufgezeigt werden müsse, was eine Erhöhung für Folgen haben könnte und dass dies für viele nicht leistbar sei. Schließlich würden sich dann viele Eltern überlegen, ob es beispielsweise noch leistbar sei, das Kind in einem Verein anzumelden.

„Wir müssen den Druck drastisch erhöhen“, forderte Gunnar Frey vom SPD-Vorstand, der weitere Demos ins Spiel brachte. Die nächste soll am Samstag, 28. März ab 11 Uhr in der Villinger Innenstadt stattfinden.

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