Die Feuerwehr konnte das Öl an der Oberfläche binden.
Die Feuerwehr konnte das Öl an der Oberfläche binden. (Foto: Eich)
Marc Eich

Bei einem Ölunfall am Güterbahnhof in Villingen sind am Freitagmorgen schätzungsweise 200 Liter der Flüssigkeit in das Erdreich gelangt. Die Brigach war zunächst nicht davon betroffen. Der Zwischenfall ereignete sich beim Befüllen eines Kesselwagens.

Ersten Informationen der Feuerwehr zufolge wollte der Fahrer eines Tanklasters, der Altöl transportiert hatte, seine Ladung in einen schienengebundenen Kesselwagen pumpen. Beim Befüllen des rund 66 Tonnen fassenden Wagens kam es jedoch zu einem bisher ungeklärten Fehler. Daraufhin schwappten rund 200 Liter Öl aus der Entlüftung und gelangten in das Erdreich, da diese an der Verladestelle nicht über dem dortigen Ölabschneider stand. Der Fahrer handelte schnell, stoppte sofort das Befüllen und alarmierte danach die Feuerwehr.

Diese rückte deshalb mit zwei Fahrzeugen an und konnte das Öl an der Oberfläche zunächst binden. In Absprache mit dem Dezernat für Umwelt und Gesundheit vom Landratsamt wurde darüber hinaus an der Brigach eine Ölsperre errichtet. „Sollte das Öl tatsächlich aus dem dortigen Rohr austreten, sind wir damit auf der sicheren Seite“, erklärte Feuerwehreinsatzleiter Jochen Ummenhofer vor Ort. Darüber hinaus verschafften sich die Spezialisten des Arbeitsbereichs Gewerbe und Umwelt der Polizei einen Überblick über die Lage.

Mithilfe einer Lok wurde der Tankwagen nach den ersten Maßnahmen zunächst auf das Auffangbecken gezogen, um weitere Auswirkungen durch mögliches Austreten von Öl zu verhindern. Seitens der Bahn wird nun die betroffene Oberfläche abgedeckt, damit das Altöl nicht weggeschwemmt wird. Nun muss bei der Bahn überlegt werden, ob der dortige Bereich in den Gleisen teilweise abgetragen wird.

Neben der Feuerwehr und der Polizei war zudem der Notfallmanager der Deutschen Bahn vor Ort. Während der Maßnahmen wurden mehrere Gleise gesperrt, der Personenverkehr war hiervon jedoch nicht betroffen.

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