Nach Tötungsdelikt: Ehemann des Opfers stirbt nach Brand

Nach dem Fund einer Leiche in einem brennenden Haus in Dauchingen melden Polizei und Staatsanwaltschaft ein zweites Todesopfer.
Nach dem Fund einer Leiche in einem brennenden Haus in Dauchingen melden Polizei und Staatsanwaltschaft ein zweites Todesopfer. (Foto: Marc Eich)
sbo und Marc Eich

Nach dem Fund einer Leiche in einem brennenden Haus in Dauchingen melden Polizei und Staatsanwaltschaft ein zweites Todesopfer. Der Ehemann der getöteten 72-Jährigen ist seinen schweren Verletzungen nun erlegen.

Die Frau war am Dienstag, 22. Juni, tot im brennenden Haus der Familie gefunden worden. Wie sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte, war sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Ihr 81-jähriger Ehemann hatte bei dem Feuer schwere Brandverletzungen erlitten.

Noch am Brandort wurde der Sohn der Familie festgenommen. Der 32-Jährige lebte mit ihm Haus der Eltern und gilt als dringend tatverdächtig, seine Mutter erstochen zu haben. Er ist mittlerweile in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Die Ermittlungen zur Brandentstehung sind noch nicht abgeschlossen. Die bisherige Spurenbewertung ergab keine Hinweise auf eine technische Ursache.

Die Tat ereignete sich am Dienstag, 22. Juni. Kurz nach 14 Uhr bemerken Nachbarn eine Rauchentwicklung in dem Haus in der Friedhofstraße. Sie wählen den Notruf.

Während zunächst von einem Zimmerbrand ausgegangen wird, ist die Lage kurz darauf dramatisch: Das Feuer breitet sich aus, dann ist klar, dass eine Person noch in den Flammen vermisst wird.

Die Integrierte Leitstelle löst daraufhin Großalarm aus. Aus Dauchingen, Niedereschach und Schwenningen rücken daraufhin Feuerwehrkräfte an, bauen eine Löschwasserversorgung auf, legen die Ausrüstung an – und rücken vor. Zunächst treffen sie auf einen 31-Jährigen, den Sohn der Familie. Er befindet sich im Garten, offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand.

Im Haus finden die Retter die Leiche der Mutter, der Vater ist schwer gezeichnet vom Brand, er wird in eine Spezialklinik gebracht, wo er nun seinen Verletzungen erlegen ist.

Schon am Tag danach ist der Sohn dringend tatverdächtig, seine Mutter getötet zu haben.

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