Die Gartenschule ist ab nächstem Schuljahr auch eine ungebundene Ganztagsschule. Derweil laufen die Arbeiten im alten Feuerwehr
Die Gartenschule ist ab nächstem Schuljahr auch eine ungebundene Ganztagsschule. Derweil laufen die Arbeiten im alten Feuerwehrhaus nach Zeitplan. (Foto: Streck)
Sabine Streck

Ab dem neuen Schuljahr wird sich an der Gartenschule einiges verändern. Zum einen wird es eine Flexibilisierung im Ganztagsschulbereich geben, zum anderen stehen die Zeichen gut, dass der Umbau des alten Feuerwehrgerätehauses planmäßig fertig wird.

Vor einem Jahr hat die Schule beim Kultusministerium die ungebundene Ganztagsschule beantragt. Jetzt kam die offizielle Zusage, dass nicht allein die gebundene Form praktiziert werden kann. Rektorin Peggy Müller ist begeistert, denn dies sei nun ein „viel größerer Service für die Eltern“. Seit elf Jahren ist die Gartenschule eine gebundene Ganztagsschule, das heißt, dass alle derzeit 398 Kinder, die hier unterrichtet werden, das Ganztagsangebot bis 16 Uhr nutzen müssen. Bei den meisten Eltern, die ihre Kinder schon in der Gartenschule haben, sei der Trend minimal, etwas am bestehenden Rhythmus zu ändern. Aber schon bei den Eltern der Erstklässler zeichne sich ab, dass einige auf das Ganztagesangebot verzichten wollen.

Ab dem neuen Schuljahr können Eltern jährlich neu entscheiden, ob sie ihr Kind bis 16 Uhr in der Obhut der Einrichtung lassen wollen, oder ob sie es nach dem Pflichtunterricht zur Mittagszeit herausnehmen. Aus pädagogischer Sicht sei es viel besser, wenn Eltern jedes Schuljahr neu entscheiden können, ob ihr Kind die Ganztagsschule in Anspruch nehmen soll oder nicht, meint Peggy Müller. Schließlich entwickelten sich die Kinder. Und nur, weil es keine Wahlmöglichkeit gebe, ein Grundschulkind von der Schule zu nehmen, sei geradezu „katastrophal“. In den meisten Fällen werde die Schule deshalb ausgesucht, weil sie wohnortnah liege – für Grundschulkinder ein wichtiger Faktor.

Für Peggy Müller ist es aber auch wichtig, dass der Ganztagsschulbetrieb in der Gartenschule erhalten bleibe. „Wer ihn braucht, der bekommt ihn auch. Wir haben für jeden Platz“, versichert sie. Gerade deshalb sei auch das alte Feuerwehrgerätehaus wichtig. „Wir brauchen den Anbau, denn das Ganztagsangebot wird weiter eine große Rolle spielen.“ Für sie ist klar, dass die neue Wahlform im nächsten Jahr funktioniert.

Noch bevor sie die offizielle Zusage bekommen habe, haben sie und das Lehrerteam einen Plan zur Umsetzung der ungebundenen Ganztagsschule ausgearbeitet. Gearbeitet werde auch im alten Feuerwehrgerätehaus. „Es passiert jeden Tag etwas.“ Bei den regelmäßigen Austauschen mit dem Hochbauamt werde über den neuesten Stand informiert, lobt Müller die gute Zusammenarbeit.

Der Druck sei da, rechtzeitig zum neuen Schuljahr fertig zu werden, meint Dieter Kleinhans, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement und Hochbau. Anfang September vergangenen Jahres wurde mit den Rohbauarbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude begonnen. Nachdem nun auch wieder die Maurer arbeiten können, sehe es ganz gut aus, so Kleinhans. Bei den zweistelligen Minusgraden vor kurzem sei nichts mehr gegangen, zumal noch keine Heizung installiert sei. Doch jetzt gehe es wieder flott voran. Derzeit laufe die Stabilisierung des Feuerwehrturmes. Vergeben sind auch die Zimmer- und Blechnerarbeiten, die Dachdecker- und Fensterbauarbeiten für die historische Fassade, der Trockenbau und der Brandschutz. Hier habe ein ordentliches Kostenergebnis erzielt werden können. Nach wie vor sei es nicht einfach, Handwerker zu einem vernünftigen Preis zu finden, da die Auftragslage bei den Betrieben gut sei und sie deshalb die Wahl haben, welche Aufträge sie annehmen wollen. Unverrückbar steht der Kostenrahmen von 3,94 Millionen Euro, eingedenk der Kostensteigerung, die im Gemeinderat für Kritik gesorgt hatte und erst auf Nachbesserung der Beschluss für den Weiterbau gefasst worden war.

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