Beim Stadtrundgang wurde die Wirtschaftsministerin (Mitte) zunächst nach Villingen, dann von OB Jürgen Roth, CDU-Fraktionssprec
Beim Stadtrundgang wurde die Wirtschaftsministerin (Mitte) zunächst nach Villingen, dann von OB Jürgen Roth, CDU-Fraktionssprecher Klaus Martin und Landtagsabgeordnetem Karl Rombach (von links), nach Schwenningen geführt. (Foto: Eich)
sbo und Sabine Streck

Denkt Oberbürgermeister Jürgen Roth an den Muslenplatz im Zentrum Schwenningen, will er dort mehr „Wohlfühl- und Eventcharakter“ haben. Dies formulierte er jüngst beim Besuch von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

Bei der dreistündigen Tour durch die Stadt wurde die Ministerin auch nach Schwenningen geführt. Genau dort hin, wo sich derzeit jede Menge bewegt: auf den Marktplatz, der kurz vor seiner Vollendung steht und auf das ehemalige Emes-Gelände, wo die WI-Immogroup ein Pflegeheim, eine Tagespflege, barrierefreies Wohnen und im denkmalgeschützten Eckhaus der einstigen Uhrenfabrik generationenübergreifendes Wohnen verwirklichen will. Beeindruckt war die Ministerin von so viel Engagement.

Auf dem Muslenplatz ging es hingegen eher ruhig zu. Da war immerhin das Plätschern des Brunnens zu vernehmen. Nicht nur die Wirtschaftsministerin erfuhr Neues. Auch Jürgen Roth war es nicht bekannt, dass der Brunnen den Begriff „Zeit“ darstellt und somit eine Beziehung zur Uhrenindustrie in Schwenningen schafft.

Platz mit „Eventcharakter“

Auf dem Muslenplatz wolle er „Wohlfühl- und Eventcharakter“ reinbringen, erläuterte der Oberbürgermeister. Er stelle sich Wasser zum Spielen für Kinder, kleine Bühnenpodeste zum Sitzen, Sonnen und Musizieren vor. Jedenfalls soll mehr Pepp in die Umgestaltung kommen als bisher geplant.

In dem Informationsblatt, das anlässlich des Besuchs der Ministerin verteilt wurde, heißt es im Punkt Neugestaltung Muslenplatz, dass dieser als „Begegnungs- und Aufenthaltsfläche zur Belebung des Handels“ ausgewiesen werde.

Roth setzt dabei auf ein Förderprogramm des Landes. Von der städtischen Pressestelle war auf Nachfrage zu hören, dass die Stadt im Zuge der Neugestaltung des Muslenplatzes und dem Bau des Forums VS schauen wolle, an Fördermittel zu kommen.

„Wir können uns noch nicht aus dem Fenster lehnen, sondern müssen erst die Planungen vorantreiben“, formulierte es Pressesprecherin Madlen Falke. Derzeit sei der Muslenplatz in keinem Förderprogramm. Bevor die Pläne umgesetzt werden können, muss allerdings zuerst der Gemeinderat seine Zustimmung geben. In Bälde soll dazu Gelegenheit sein, sagte Roth.

Der Baubeginn für die Sanierung des Muslenplatzes wird ohnehin erst im kommenden Jahr sein. Der Grund: Es hätte angesichts der Maßnahme viele Einzelabstimmungen mit den Nutzern des Platzes gegeben, hieß es im Februar von Seiten der Stadt. Dann sei der Baustart aber auch definitiv gesetzt und könne nicht mehr verschoben werden. Das hinge mit dem Bau des neuen Forums VS, anstelle des bisherigen „’s Rössle“, zusammen.

So soll der neue Muslenplatz bis zum September 2021 in neuem Glanz erstrahlen – und damit pünktlich zur Neueröffnung des Forums, die spätestens für 2022 geplant ist.

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