Marcel Goc arbeitet nach seinem Karriereende als Trainer.
Marcel Goc arbeitet nach seinem Karriereende als Trainer. (Foto: Wittmann)
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Marcel Goc hat seine Eishockeykarriere beendet. Der aus dem Schwenninger Nachwuchs stammende Topstürmer wird Skills- und Developmentcoach bei den Adler Mannheim.

Eigentlich wollte Goc in den Play-offs mit Mannheim den deutschen Meistertitel verteidigen. Corona machte dies bekanntlich unmöglich. So war ausgerechnet die letzte Hauptrundenpartie der Adler am 8. März zu Hause gegen seinen Heimatklub Schwenninger Wild Wings (Ergebnis 4:2) das letzte Spiel in der Karriere des Ausnahmestürmers. „Ich habe den Puck von jenem Spiel eingesteckt, dachte aber, es würde in den Play-offs nochmal um die Wurst gehen“, so der 36-Jährige.

Aus der Nationalmannschaft war er 2018 nach dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille bei Olympia, die er mit Deutschland als Kapitän gewann, bereits zurückgetreten. Goc war 2015 aus Übersee nach Mannheim zurückgekehrt. In der besten Liga der Welt absolvierte er 699 Spiele und scorte dabei 203 Punkte (80 Tore/123 Vorlagen). Seine Bilanz in der DEL sieht wie folgt aus: 388 Partien und 168 Punkte (49 Treffer/119 Assists).

In Schwenningen lief er 1999 bereits als 15-jähriges Wunderkind in der Profimannschaft auf. Nicht zuletzt der Verkauf des seinerzeit größten deutschen Eishockeytalents an die Adler Mannheim während der Saison 2001/02 sicherte Schwenningen seinerzeit zunächst die Existenz. In seiner Heimat Calw kümmert sich Marcel Goc aktuell nach Schließung von Schulen und Kindergärten nun um seinen Sohn und seine Tochter, fungiert unter anderem als „Mathelehrer“.

Viele schwere Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Kniescheibenbruch und Schienbeinkopfbruch hätten zuletzt dazu geführt, dass der Körper des Centers nicht mehr länger mit machte und diese Saison seine letzte gewesen war. Bereits im vergangenen Jahr hatte Goc den Trainerschein erworben. Demnach wird Goc künftig als Skills- und Developmentcoach bei den Nordbadenern fungieren. Der Ex-NHL-Star soll mehrmals pro Woche mit den Adler-Profis auf dem Eis stehen und an den individuellen Fähigkeiten arbeiten. Zudem sind Einheiten mit jüngeren und verletzten Spielern geplant.

„Mit jungen Spielern auf dem Eis zu stehen, ihnen hilfreiche Tipps zu geben und sie zu Höchstleistungen zu motivieren, hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht“, sagt Goc. Jetzt gilt es aber erst einmal die Corona-Pandemie zu überstehen. „Es ist im Moment wichtig, dass man sich an die Aufforderungen hält, um die besonders Gefährdeten zu schützen und die Entwicklung zu entschleunigen“, so Goc.

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