Schnipp, weg ist sie. In Stuttgart wäre der ertappte Müllsünder nun um 100 Euro ärmer. Auch die Stadtverwaltung Villingen-Schwe
Schnipp, weg ist sie. In Stuttgart wäre der ertappte Müllsünder nun um 100 Euro ärmer. Auch die Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen denkt über härtere Strafen nach. (Foto: Eich)
Cornelia Spitz

Müssen Müllsünder und Kippenwerfer bald auch in Villingen-Schwenningen mit harten Geldbußen rechnen? Die Stadtverwaltung denkt darüber derzeit nach, teilte Oberbürgermeister Jürgen Roth am Mittwochabend im Gemeinderat mit.

Stuttgart hat ihn schon, den Bußgeldkatalog mit teilweise empfindlichen Geldbußen, die Müllsündern auferlegt werden können – eine weggeworfene Kippe kostet hier 100 Euro. Und auch in Mannheim werden die Umweltfrevler bereits zur Kasse gebeten. „Wir überlegen, auch in Villingen-Schwenningen so etwas zu tun“, räumte Oberbürgermeister Jürgen Roth ein, als Stadtrat Bertold Ummenhofer von den Freien Wählern anregte, den Beispielen einiger großer Städte zu folgen. „Mit gutem Zureden sind solche Leute nicht zu erreichen“, meinte Ummenhofer. Auch Antonio Piovano (CDU) zeigte sich bestürzt, wie sorglos die Doppelstädter mit ihrem Oberzentrum umgehen – er habe beispielsweise in Dresden erlebt, wie schnell ein Hotelgast vor dem Eingang einen Aschenbecher holen lässt, wenn er erfährt, dass der weggeworfene Zigarettenstummel mal eben 40 Euro kosten kann. Selbst im Umfeld der neuen Neckarhalle, wo obendrein zu wenige Mülleimer stünden, sähe es manchmal aus wie auf einer Müllhalde.

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