Der Liederkranz Schwenningen beim Auftritt in der Neckarhalle. Unterstützung gab es von der Musikakademie VS.
Der Liederkranz Schwenningen beim Auftritt in der Neckarhalle. Unterstützung gab es von der Musikakademie VS. (Foto: Schimkat)
Hella Schimkat

Brigitte Jani-Lutz, Vorsitzende des Liederkranzes Schwenningen, hat am Sonntagnachmittag strahlend die Besucher begrüßt, die trotz Sommerwetter die Neckarhalle füllten.

„Endlich ist es soweit und wir können in der neuen Neckarhalle singen“, freute sich die Vorsitzende. Auch der Sängerkreis Villingen zeigte seine Verbundenheit durch seine Anwesenheit. Unterstützt wurde der Liederkranz von hervorragenden Musikern der Musikakademie VS.

Es werde immer schwieriger, junge Leute zu gewinnen, wobei auch der Name „Liederkranz“ einige junge Sänger abschrecke, erst recht jedoch das Gründungsdatum 1837, schmunzelte Jani-Lutz. Doch sie und ihre Vorstandsmitglieder reagierten und nennen sich nun „CHORypäen 40+, 20+ und 13+“ (gemischter Chor, Young und Little Voices), dazu haben sie mit Daniel Sütö einen Dirigenten, der den Chor nicht nur leitet, sondern die Musik lebt – und das mit vollem Körper- und Gesangseinsatz.

Geistreich-humorvoller Moderator war der Musikakademieleiter Gerhard Wolf. Also konnte nichts mehr schiefgehen und alle Beteiligten brachten ein furioses Konzert zu Gehör, das den Besuchern der Neckarhalle immer wieder Bravorufe entlockte und mit stehenden Ovationen endete. Am Klavier begleitete Huba-Jozsef Santha die „Choryphäen“ und komplettierte mit seinem hervorragenden Spiel die Veranstaltung, die unter dem Titel „Hollywood am Neckar“ stand und die Zuhörer in die Welt der Filmmusik entführte.

Mit „Moon River“ und „Singing in the Rain“ begannen die Sänger den Konzertnachmittag. Weil das mit dem Regen nicht so richtig zu dem strahlenden Sonnenschein am Sonntag passte, schoben sie schnell „Another Day of Sun“, aus „La La Land“ nach – und das mit einer gehörigen Portion Temperament. Barbara Britsch begeisterte als Solistin in dem Lied „Somewhere over the Rainbow“ und die ersten Bravorufe waren zu hören.

Bei Stücken aus Charlie Chaplins „The Pilgrim“ und unter anderem dem Libertango aus „The Tango Lesson“ wurden nicht nur die Sänger, sondern auch die Musikakademie von dem Trio „Dragan & Friends“ mit Akkordeon, Klarinette und Bass bestens unterstützt.

Die Sänger 13+ und 20+ entführten die Zuhörer unter anderem zu „Flashdance“ und „I will follow him“ aus „Sister Act“, und im Publikum wurde rhythmisch mitgeklatscht.

Fünf junge Posaunisten von der Musikakademie spielten eine eigenwillige Version von „Hey Jude“ und die Choryphäen 13+, 20+ und 40+ widmeten sich mit viel Temperament und Sangesfreude dem genialen Musiker Freddy Mercury und den genauso genialen Mitgliedern von „Abba“. Mit nicht enden wollendem Applaus dankte das Publikum allen Musikern und Sängern auf der Bühne – und rein zufällige hatte Daniel Sütö auch die vom Publikum geforderte Zugabe mitgebracht, – das Stück „You raise me up“ von Josh Groben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen