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Spitzenspiel der Fußball-Oberliga im Friedengrund: Der Zweite FC 08 Villingen erwartet am Samstag um 18.30 Uhr zum Flutlichtspiel den Ex-Bundesligisten und derzeitigen Vierten, die Stuttgarter Kickers. Die Nullachter wollen alles versuchen auch im zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage zu bleiben.

Wenn der FC 08 Villingen auf die Stuttgarter Kickers treffen, dann könnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite die Schwarzwälder, die personell schon seit Wochen arg gebeutelt daher kommen, sich aber trotzdem mit nun 19 Punkten auf den zweiten Platz verbessert haben. Auf der anderen Seite die „Blauen“ vom Degerloch, die neben Regionalliga-Absteiger VfB Stuttgart II als absoluter Topfavorit auf die Meisterschaft gelten, aber zuletzt viermal in Folge ohne Sieg blieben und mit 18 Punkten auf dem vierten Platz stehen.

Zwar beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Göppinger SV, nach elf Spielen, überschaubare vier Punkte, aber der Anspruch des Ex-Bundesligisten ist sicherlich ein anderer. So musste sich die Mannschaft von Trainer Ramon Gehrmann (kam vor der Saison vom Ligakonkurrenten SGV Freiberg) zuletzt daheim mit einem dürftigen 2:2 gegen den TSV Ilshofen begnügen. Die Analyse des neuen sportlichen Leiters Lutz Siebrecht (löste vor der Saison Martin Braun ab, der früher bei den Nullachtern Trainer und sportlicher Leiter war) fiel knapp aus: „Unserer Mannschaft fehlt derzeit einfach die Gier.“

Der Villinger Trainer Jago Maric kann sich mit der Ausgangslage vor dieser Partie anfreunden. „Die Kickers stehen unter Druck, haben auch bei uns die Favoritenrolle inne. Wir wollen versuchen, ein gutes Spiel zu zeigen.“ Dabei weiß der 41-Jährige, dass es für seine Mannschaft, Woche für Woche schwieriger wird, die gute Serie von derzeit neun Spielen ohne Niederlage zu verteidigen, weil auch die Verletzungssorgen nicht kleiner, sondern wieder größer geworden sind. So fallen am Samstag neben den drei Langzeitverletzten Benedikt Haibt, Nico Tadic und Valentin Vochatzer auch Damian Kaminski (klagte nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder über Schmerzen), Mauro Chiurazzi (Beckenentzündung), Keven Feger (Adduktorenprobleme) und Steven Ukoh (gelbrote Karte im letzten Spiel in Pforzheim) aus. Lediglich der zuletzt, aufgrund einer Erkältung fehlende Daniel Wehrle, könnte wieder in den Kader zurückkehren.

„Ich hoffe, dass uns die Zuschauer zahlreich und lautstark unterstützen werden. Wir müssen versuchen, dagegen zu halten, denn ich gehe davon aus, dass die Kickers in der Anfangsphase sehr viel Druck ausüben werden. Gelingt es uns, die Anfangsphase schadlos zu überstehen, dann werden auch unsere Chancen wachsen“, ist sich Jago Maric sicher.

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