Die „Neccarius“-Gebäude im Neckarpark: Der Brand 2018 ereignete sich in dem Haus vorne links.
Die „Neccarius“-Gebäude im Neckarpark: Der Brand 2018 ereignete sich in dem Haus vorne links. (Foto: Riesterer)
Fabian Riesterer

Der Fall von Brandstiftung vergangenen Oktober im damaligen Rohbau des Bauprojekts „Neccarius“ im Neckarpark hat zu keinen zeitlichen Verzögerungen geführt. „Unser Unternehmen hatte die Vorgabe, die Wohnungen in dem Gebäude zum 31. Dezember übergeben. Und das konnten wir letztlich auch“, sagt Angela Krieger, Geschäftsführerin der Baufirma, die das Projekt umsetzt.

In drei großen Mehrfamilienhäusern im Neckarpark sollen dabei laut Webseite der Baufirma je 27 Wohneinheiten verschiedener Größen und Preisklassen entstehen. Anfang Oktober vergangenen Jahres hatte ein Unbekannter im dritten Obergeschoss eines der „Neccarius“-Gebäude ein Feuer gelegt. Durch die starke Hitzeeinwirkung wurde das Mauerwerk beschädigt, Ziegelsteine barsten. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 40 000 Euro. Laut Polizeimitteilung mussten in der Folge auch Teile des Mauerwerks abgerissen werden.

„Unsere Versicherung hat damals sehr gut reagiert. So wurde das relativ schnell abgewickelt“, bekräftigt Krieger. Nun stünden zwar beispielsweise an den Außenanlagen noch ein paar Arbeiten an, die Wohnungen selbst seien allerdings alle bezugsfertig.

Auf den Vorfall hin hat sich seit Oktober kein Zeuge bei der Polizei gemeldet, berichtet Dieter Popp von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Weil die Polizei in der Folge keinen Tatverdacht liefern beziehungsweise Hinweise auf den Täter ermitteln konnte, sei der Fall inzwischen unter dem Status Anzeige gegen Unbekannt der Staatsanwaltschaft Konstanz übermittelt worden. „Wenn sich weiterhin keine Fortschritte ergeben, wird die Sache nach einer Weile als ruhendes Verfahren auf unbestimmte Zeit ad acta gelegt“, so Popp weiter. Würden sich nach Jahren neue Hinweise ergeben, werde der Fall wieder aufgerollt – unter der Voraussetzung, dass seit dem Zeitpunkt der Tat keine Verjährungsfristen abgelaufen sind. Diese sind je nach Vorwurf unterschiedlich lange. „Mord etwa hat keine Frist. Deshalb werden beispielsweise auch noch Fälle aus der Zeit des dritten Reiches aufgerollt“, erklärt der Polizeisprecher. Beim Vorwurf der Brandstiftung beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre.

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