Im nördlichen Teil des Areals sind die so genannten „City Cubes“ geplant.
Im nördlichen Teil des Areals sind die so genannten „City Cubes“ geplant. (Foto: Illustration: DBA Deutsche Bauwert AG)
sbo und Marc Eich

Während auf dem Lyautey-Areal derzeit noch keine Veränderungen sichtbar sind, laufen im Hintergrund weiter die Vorbereitungen für Konversion der Flächen. Für die ersten Wohnungen beginnt bald der Verkauf.

Rund 75 Millionen Euro investiert die DBA Deutsche Bauwert AG als einer der beiden Eigentümer des ehemaligen Kasernen-Areals westlich der Dattenbergstraße. Seit dem Kauf vor knapp einem Jahr hat sich hinter den Kulissen viel getan, auch wenn zumindest rein optisch bislang kaum Veränderungen wahrzunehmen sind.

Bald Verkaufsstart

Als erstes in Angriff genommen wird seitens des Investors, der das 37 000 Quadratmeter große Gebiet inklusive mehrerer denkmalgeschützter Gebäude vom Bund erworben hat, vier Neubauten im nördlichen Teil des Areals. Dort sind die so genannten „City Cubes“ geplant. „Wie wir finden eine sehr gelungene Architektur“, erklärt Uwe Birk, Geschäftsführer der DBA Deutsche Bauwert. In den vier Gebäuden (KfW 55 Standard) entstehen seinen Angaben zufolge 80 Wohnungen mit jeweils 1,5 Stellplätzen in der Tiefgarage. Geplant sind Zwei-, Drei- sowie Vierzimmer-Wohnungen.

Der Bauantrag wird laut Birk in Kürze gestellt, der Verkaufsstart erfolgt im September. „Im Februar wollen wir mit dem Bau dieses Abschnittes beginnen, die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2021 geplant“, so der Geschäftsführer. Gleichzeitig mit den City Cubes soll auch Baubeginn für das erste Stadthaus an der Dattenbergstraße sein. Dort entstehen in einem Neubau 20 geförderte Wohnungen.

Weitere Planungen

Und wie sieht der Zeitplan danach aus? Hier sorgt die Änderung des Bebauungsplans, welche noch durch den Gemeinderat verabschiedet werden muss, derzeit noch für Verzögerungen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Bereiche direkt am Exerzierplatz. Birk: „Die Änderungen des B-Plans dürften aber bis Ende des Jahres 2019 abgearbeitet sein.“

Danach kann es mit dem Neubau der Stadtvillen direkt am Exerzierplatz im zweiten Quartal 2020 weiter gehen. In den drei Mehrfamilienhäusern sind jeweils 45 Wohneinheiten, insgesamt also 135 Wohnungen geplant. Gleichzeitig soll es mit der Sanierung der Stadtresidenzen entlang der Kirnacher Straße – also der beiden denkmalgeschützten Mannschaftsgebäude sowie des Casinos dazwischen – los gehen. Parallel dazu wird die Tiefgarage mit insgesamt 400 Stellplätzen, darunter auch Flächen für Besucher, realisiert.

Mit der Sanierung der weiteren Stadthäuser (drei davon befinden sind entlang der Richthofenstraße, eines im östlichen Teil in Richtung des Parkplatzes der IHK-Akademie), die teilweise ebenfalls denkmalgeschützt sind, wird nach bisherigen Planungen Ende 2020 begonnen. Wie viele Wohneinheiten dort entstehen werden, steht allerdings noch nicht fest. Birk: „Hier gibt es bislang nur grobe Schätzungen, da teilweise Gewerbe vorgesehen ist und die Größen hierfür noch nicht abgesehen werden können.“

Denkmalschutz-Ärger

Derweil noch nicht beigelegt ist, wie erst kürzlich berichtet, der Streit mit dem Landesdenkmalamt. Dieses schiebt der geplanten Umgestaltung der Dachgeschosse in den Mannschaftsgebäuden – den zukünftigen Stadtresidenzen – einen Riegel vor. Der zuständige Architekt hatte geplant, mit speziellen Dachöffnungen und Freisitzen die zweite Etage der dort geplanten Maisonette-Wohnungen attraktiv zu gestalten. Das Landesdenkmalamt sieht den Eingriff hingegen als zu gravierend an. „Zur Klärung der Genehmigungsfähigkeit haben wir Bauvoranfragen eingereicht um eine verbindliche Stellungnahme beziehungsweise Entscheidung zu erhalten“, berichtet Birk in diesem Zusammenhang. Oberbürgermeister Jürgen Roth hat sich in dieser Angelegenheit auch an die Landesministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Nicole Hoffmeister-Kraut, gewandt um das Problem zu lösen.

Richter-Gruppe

Noch keinen Bauantrag für die geplanten 250 Wohneinheiten in elf Mehrfamilienhäusern auf dem nördlichen Teil des Lyautey-Areals (Größe: 13 700 Quadratmeter) hat man seitens der Eigentümer, der Richter-Gruppe aus Mainz, gestellt. Dies berichtet Projektentwickler Patrick Rößler auf Anfrage. Die Realisierung soll gemeinsam mit Ten Brinke erfolgen. Wann es mit den Arbeiten für die Erschließung los geht, welche über Flächen der Richter-Gruppe erfolgt, konnte Rößler nicht beantworten. Bislang war geplant, mit der Maßnahme im Sommer zu beginnen.

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