Der Furhpark der TDVS wird im Tätigkeitsbericht als »teilweise sehr veraltet« beschrieben. Archiv-Foto: Eich
Der Furhpark der TDVS wird im Tätigkeitsbericht als “teilweise sehr veraltet„ beschrieben. Archiv- (Foto: Archiv- Eich)
Marc Eich

Großes Ärgernis bei den Technischen Diensten der Stadt Villingen-Schwenningen: Die Jahresabschlüsse der Jahre 2013 bis 2015 weisen laut der Stadt „gravierende Fehler“ auf. Doch das ist nicht die einzige Aufgabe, die Betriebsleiterin Marina Kloiber-Jung anpacken musste.

Ein umfangreicher Tätigkeitsbericht der Technischen Dienste der Stadt (TDVS) wird kommende Woche im Technischen Ausschuss vorgestellt.

Finanzen

Im Clinch liegt die Stadt derzeit mit dem Steinbeis Beratungszentrum aufgrund der Jahresabschlüsse zwischen 2013 und 2015. Laut der Informationsvorlage für den Ausschuss habe die Prüfungsbesprechung der inneren Revision ergeben, dass alle erstellen Abschlüsse „gravierende Fehler aufweisen“. Konkret: „Sie erhalten sowohl Rechen- wie auch Buchungsfehler und sind nicht gesetzeskonform.“ Es sollen deshalb über 23 000 Euro für die Erstellung der Abschlüsse zurückgefordert werden. Die notwendige komplette Aufarbeitung wird von der Betriebsleiterin Kloiber-Jung selbst durchgeführt, „andere Aufgaben müssen dafür geschoben werden“. Hinsichtlich der Finanzen sind zudem Neuerungen geplant: So werden derzeit die Personalkostensätze, Fahrzeugsätze, Maschinenstundensätze und Verkehrsschildersätze überarbeitet und neu kalkuliert – das Ziel sei dabei eine wirtschaftliche Buchhaltung.

Materialwirtschaft

Eine der wichtigsten Neuerungen bei der TDVS ist auch der Umgang mit Material und Lagerfläche. Die Lagerbestände werden laut Vorlage derzeit neu aufgenommen, den zugeordneten Plätzen zugewiesen und die Mengenbewegung mit einem Barcode erfasst. In der Ausarbeitung wird dabei auch die Nutzung der Flächen thematisiert. Denn: Bevor neue Erweiterungskonzepte zum Tragen kommen, sollen die vorhandenen Flächen ausgereizt werden.

Fahrzeuge

Der Fuhrparkbestand der Technischen Dienste wird als „teilweise sehr veraltet„ dargestellt. Es sei dringend ein neues Fuhrparkkonzept erforderlich, “um aus rechtlichen, wirtschaftlichen und arbeitssicherheitsrechtlichen Gründen effizient arbeiten zu können“. Überlegt wird auch, ob zukünftig auf Leasingfahrzeuge gesetzt werden soll, diese seien bei vielen Kommunen im Einsatz „und haben sich bei Spezialfahrzeuge bewährt.“

Personalwesen

Bei der TDVS muss man einer „sehr großen Nachfrage nach Personalgesprächen“ gerecht werden, hier wurden bereits zahlreiche Anliegen und Probleme mitgeteilt. Mit dem schnellen Umsetzen der Anliegen soll die Zufriedenheit im Betrieb gesteigert werden. Durch eine optimale Auslastung des Personals, laut Vorlage im produktiven Bereich sowie in der Verwaltung und durch eine Prüfung der Tätigkeiten in den Stellenausschreibungen, möchten die TDVS eine Verschlankung in der Verwaltung erreichen.

Winterdienst

Das neue Winterdienst-Konzept soll gewährleisten, dass mit einem neuen Modell die gesetzlichen Vorschriften gewährleistet werden. Man habe darüber hinaus erreicht, dass Anliegen und Beschwerden mittlerweile schneller bearbeitet werden.

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